Ist Stress messbar? (arztwissen.tv / Herz & Kreislauf)

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Ist Stress messbar?

Dr. med. Petra Lange-Braun:

Ja, selbstverständlich kann man Stress messen, genau genommen die Auswirkungen, die Stress auf unseren Körper hat. Stress löst, getriggert durch Stresshormone, bestimmte Reaktionsmuster in unserem Körper aus. Ein Beispiel ist die sogenannte Herzfrequenzvariabilität. Sind wir in einem entspannten Zustand ohne Stress, dann schwingt unsere Herzfrequenz um eine entspannte Atmung, genauer gesagt, die Herzfrequenz nimmt zu, wenn wir einatmen und nimmt ab, wenn wir ausatmen. Befindet sich das alles im Einklang, sprechen wir von einer sogenannten Herzkohärenz.

Im Falle eines Stressanfalls mit Ausschüttung von Hormonen sinkt diese Herzfrequenzvariabilität, das heißt die Herzfrequenz schwingt nicht mehr um die Atmung, weil wir aufhören entspannt zu atmen, eine sogenannte Pressatmung entwickeln und die Herzfrequenz bis hin zum extremen Zustand in keinerlei Schwingung mehr ist, in einer Frequenzstarre verharrt.

Die Herzfrequenzvariabilität ist vergleichsweise einfach zu messen. Durch Anlegen von zwei Elektroden an den Handgelenken leiten wir eine Herzschlagfolge ab und können feststellen inwieweit die Herzfrequenz um die Einatmung und die Ausatmung schwingt.
Das Gerät mit dem wir die Herzfrequenzvariabilität messen heißt HRV-SCANNER. HRV- SCANNER steht für Herzfrequenzvariabilitätsmessgerät. Wie das Gerät und die Messung funktioniert, finden Sie in einem separaten Video mit dem Titel „Wie funktioniert HRV-SCANNING?“

Ernährungscoaching nach Herzinfarkt: Was bringt das?

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Inwieweit ist ein Ernährungscoaching nach einem Herzinfarkt sinnvoll?

Dr. med. Helga Gramann:

Ein Herzinfarkt stellt im Allgemeinen immer ein sehr einschneidendes Ereignis im Leben eines Menschen dar, sozusagen einen wunden Punkt. Das heißt, bis zu dieser Erkrankung ist vielleicht irgendetwas in diesem Leben aus der Balance geraten und durch ein Ernährungscoaching kann unmittelbar ein Ansatz zu einer Veränderung der Lebensweise gefunden werden. Wenn Sie in einem Coaching lernen, altgewohnte Ernährungsmuster fallen zu lassen, die Sie sich vorher mal genau angeschaut haben, dann können Sie es schaffen über eine Veränderung der Art und Weise, wie Sie sich bislang ernährt haben auch in anderen Lebensbereichen, wie Bewegung und den Umgang mit den für Sie stressigen Lebensmomenten, besser und gesundheitsförderlicher durchs Leben zu gehen.

Das Wort Coaching leitet sich von dem englischen Wort Coach für Kutsche ab. Eine Ernährungsberatung im weitesten Sinne ist für Sie die Möglichkeit, einen neuen Weg zu beschreiten. Eine Reise für Sie in ein bislang unergründetes Land zu starten, um dann herauszufinden, welche Ernährungsform sie wirklich nährt und für Ihr Sein besonders günstig ist. Und das Gleiche können sie auch auf das Rauchen-Aufhören übertragen, wenn sie wissen wollen, wie sie den Weg in die Tabakfreiheit gehen können. Ähnlich verhält sich dieses Prinzip bei einer bestehenden Alkoholproblematik. Für alle diese unterschiedlichen Bereiche, für die eine Veränderung angezeigt ist, nach durchlebter oder chronischer Erkrankung, kann ein Coaching eine sehr effektive Methode sein. Dies kann Sie in eine gewünschte Veränderung führen, Ihre Motivation im guten Sinne begleiten und eine Veränderung in ihrem Leben bewirken, die Sie glücklicher, gesünder, zufriedener und leistungsfähiger macht.

Herzkatheter – Wie funktioniert das? (arztwissen.tv / Herz & Kreislauf)

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Ich soll einen Herzkatheter bekommen — Wie funktioniert das?

Dr. med. Dierk Moyzes:

Ein Herzkatheter bedeutet, dass man die Herzkranzgefäße sichtbar macht, die man im normalen Röntgenbild nicht sehe würde. Es wird mit Hilfe eines Katheters Kontrastmittel in die Herzkranzgefäße injiziert, dieser wird meistens in der Leiste oder in der Pulsarterie in den Körper eingebracht. Durch minimale Drehbewegungen werden die Herzkranzgefäße aufgesucht und Kontrastmittel injiziert, dadurch werden die Herzkranzgefäße in der Projektion sichtbar.

Wie wichtig ist Sport für meine Gesundheit?

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Wie wichtig ist Sport für meine Gesundheit?

Dr. med. Petra Lange-Braun:

Sport ist besonders wichtig für Ihre Gesundheit. Menschen, die regelmäßig Sport treiben, haben ein deutlich geringeres Risiko an einer Herz-Kreislauferkrankung zu erkranken und/ oder zu versterben.
Große Studien haben bewiesen, dass die sportliche Betätigung in Ihrer Bedeutung über dem Körpergewicht liegt. Es hat sich gezeigt, dass die „dicken Fitten“ ein deutlich geringeres Risiko haben als die „unfitten Schlanken“. Also kommen Sie in Bewegung! Es wird Ihnen außerdem noch den Weg zu einem Normalgewicht erleichtern.

Herz-CT – Was passiert da jetzt mit mir?

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Was passiert bei einem Herz-CT?

Dr. med. Nidal Al-Saadi:

Für diese Untersuchung werden Sie sich als erstes in einer Kabine obenrum freimachen und dann werden Sie sich auf die Untersuchungsliege legen. Dort werden Ihnen dann Elektroden zur EKG-Ableitung am Oberkörper angelegt. Danach wird Ihnen meistens in der Ellenbogenbeuge des Arms in eine passende Vene eine Kanüle gelegt. Über diese Kanüle wird Ihnen dann während der Untersuchung das Kontrastmittel gespritzt.

Bei der Untersuchung müssen Sie dann Ihre Arme über den Kopf legen. Unmittelbar vor der Untersuchung bekommen Sie dann noch ein bis zwei Stöße Nitrospray unter die Zunge gespritzt, damit Ihre Gefäße erweitert werden und damit die Aufnahmen deutlicher zu erkennen sind.

Mit der Liege werden Sie dann in den Computertomografen (CT), der wie eine Röhre aussieht, hineingefahren. Während Sie dort drin liegen, bekommen Sie von uns Atemkommandos. Sie werden diese vier Mal wiederholen, wobei während eines Atemkommandos angekündigt parallel das Kontrastmittel gespritzt wird. Die Kontrastmittelzugabe werden Sie wahrscheinlich in Form von Wärme spüren. Es kann auch zu Geschmacksveränderungen im Mund kommen.

Bei der letzten langen Aufnahme ist es uns sehr wichtig, dass Sie sehr lange den Atem anhalten und das Schlucken unterlassen, auch wenn die Geschmacksveränderung im Mund Sie wahrscheinlich reflexartig dazu antreibt, da jede noch so kleine Bewegung unscharfe Bilder zur Folge hätte. Im Grunde ist dies der komplette Ablauf der Untersuchung, danach zeigen wir Ihnen nur noch die Bilder.
Falls wir im Vorfeld der Untersuchung feststellen sollten, dass Ihr Puls zu schnell ist, würden wir Ihnen einen Betablocker via Tabletten verabreichen oder eine Kanüle injizieren, der Ihren Herzschlag beruhigen wird. Ein zu schneller Puls hätte auch unscharfe Bilder zur Folge. Und da es sich hier um Röntgenstrahlen handelt, möchten wir auf eine Wiederholung der Aufnahmen verzichten und gleich ein zufriedenstellendes Ergebnis erzielen.

Herzschrittmacher – Wie ändert sich mein Leben?

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Ich habe einen Herzschrittmacher- Wie ändert sich mein Leben?

Dr. med. Dierk Moyzes:

Wenn Sie einen Herzschrittmacher bekommen haben, können Sie ein weitestgehend normales Leben führen. Für alle sechs Monate müssen wir uns für eine Herzschrittmacherkontrolle treffen. Aber was bedeutet der Schrittmacher im Alltag? Sie müssen sich dabei deutlich machen, dass ein Schrittmacher aus Metall besteht und auf starke Magnetfelder reagiert. Sie sollten also im Alltag starke Magnetfelder meiden; solche befinden sich beispielsweise am Eingang von Kaufhäusern, diese Sicherheitssysteme arbeiten magnetisch. Sie sollten sie rasch passieren und nicht in den Sicherheitssperren stehen bleiben, weil ein Magnetfeld einen Schrittmacher auf eine starre Frequenz einstellt und damit auch Symptome auslösen kann.

Im Haushalt gibt es normalerweise keine Geräte, die den Schrittmacher negativ beeinflussen. Es gibt aber einige Werkzeuge, die den Schrittmacher stören können, dazu gehört zum Beispiel ein Elektroschweißgerät, das nicht mehr benutzt werden sollte, wenn jemand einen Schrittmacher erhalten hat. Sie sollten auch mit Handys vorsichtig sein. Es wird empfohlen, dass Sie hier einen Sicherheitsabstand von 25-30 Zentimetern zwischen Handy und Schrittmacher halten. Sie sollten nicht auf der Schrittmacherseite mit dem Handy telefonieren, sondern auf der Gegenseite. Außerdem sollte das Handy nicht in der Brusttasche aufbewahrt werden, wo der Schrittmacher implantiert worden ist.

Wenn Sie mit dem Flugzeug reisen, sollten Sie in jedem Fall den Schrittmacherausweis bei sich tragen, weil die Sicherheitskontrollen in den Flughäfen das Metall des Schrittmachers wahrnehmen und auch das Magnetfeld, durch das Sie laufen müssen, den Schrittmacher verändern kann. Das heißt Sie als Schrittmacherträger werden am Flughafen persönlich sicherheitskontrolliert, ohne das automatische Sicherheitssystem, durch das die anderen Passagiere gehen müssen.

Wie oft ein Herzschrittmacher am Tag arbeitet hängt von Ihrer Rhythmusstörung ab. Es gibt Menschen, die sind permanent schrittmacherabhängig zum Beispiel bei Blockierung zwischen Vorhof und Kammerleitung. Hier ist es notwendig, dass der Schrittmacher permanent arbeitet. Andere Menschen haben wiederum nur gelegentliche Pausen, bei denen der Schrittmacher nur selten, vielleicht nur alle paar Tage arbeitet.

Die meisten Menschen spüren von der Aktivität des Schrittmachers, den Schrittmacherimpulsen, nichts. Es gibt aber selten Menschen, die jeden einzelnen Schlag vom Schrittmacher spüren. Hier arbeiten wir daran die Programmierung, die Einstellung des Schrittmachers, so zu wählen, dass alle vermeidbaren Impulse abgestellt werden und er nur dann arbeitet, wenn es wirklich notwendig ist.

Ein weiterer Punkt ist, ob Sie mit dem Schrittmacher Sport treiben können. Hier hängt es auch wieder stark von der zugrundeliegenden Herzrhythmusstörung ab, wie man den Schrittmacher programmieren muss. Bei Leuten, deren eigene Herzaktivität vollständig fehlt, gibt es in dem Schrittmacher einen Sensor. Das ist sozusagen eine Art Motor im Schrittmacher, der durch Programmierung aktiviert werden kann, so dass er die Beschleunigung des Körpers wahrnimmt. Wenn der Körper sich in Bewegung setzt, wird die Herzfrequenz automatisch gesteigert. Das heißt wenn der Sensor aktiviert ist, wird das Herz automatisch durch den Schrittmacher schneller und auf diese Art und Weise sind Sie besser belastbar und können auch beispielsweise Sport treiben.

Bypass – Wie ändert sich mein Leben?

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Ich habe einen Bypass- Wie ändert sich mein Leben?

Dr. med. Petra Lange-Braun:

Sie haben Bypässe bekommen. Das bedeutet, dass Ihr Herz jetzt wieder besser mit Sauerstoff versorgt wird. Es bedeutet aber eben auch, dass Sie Ihr Leben lang Medikamente nehmen müssen. Diese sind wichtig, um auch für jetzt und in der Zukunft zu garantieren, dass Ihre Umleitungsstraßen, die Sie da haben, auch weiterhin passierbar bleiben und Ihr Herz nicht nur jetzt, sondern auch weiterhin genügend Blut und Sauerstoff erhält.

Das bedeutet aber auch, dass Sie Ihre Lebensweise in Zukunft dahingehend verändern dürfen, dass diese Lebensgewohnheiten, die letztlich dazu geführt haben, dass Sie diese Krankheit bekommen haben, und damit die Bypass-Operation notwendig wurde, ablegen dürfen. Sie dürfen gerne auf das Rauchen verzichten, Sie dürfen sich in Zukunft mehr sportlich betätigen und Sie dürfen auch ein ganz besonderes Augenmerk auf die gesunde Ernährungsweise legen.

Schlafapnoe – Wie gefährlich ist das?

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Ich habe Schlafapnoe- Wie gefährlich sind die Atempausen während des Schlafs?

Dr. med. Petra Lange-Braun:

Schlafapnoe bedeutet, dass Sie während des Schlafens Atempausen haben. Dadurch kommt im Blut weniger Sauerstoff an, und damit auch im Gehirn. Das verursacht unter anderem Herzkreislauferkrankungen, allen voran Herzrhythmusstörungen und Bluthochdruck. Um zu überprüfen, ob es sich bei Ihrem individuellen Fall um eine Schlafapnoe handelt, führen wir in unserem Herzinstitut Untersuchungen durch, die wir Polygrafie nennen.

Bluthochdruck – Schadet das meinem Herzen? (arztwissen.tv / Herz & Kreislauf)

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Ich habe Bluthochdruck- Schadet das meinem Herzen?

Dr. med. Petra Lange-Braun:

Das Ganze ist mit einem sicheren „ JA“ zu beantworten. Selbstverständlich schadet Bluthochdruck, der über längere Zeit besteht, Ihrem Herzen. Bluthochdruck ist wie das Bodybuilding für den Bizeps, Bodybuilding für den Herzmuskel. Der Herzmuskel ist ein Muskel wie jeder andere im Körper und er reagiert auf zusätzliche Last, die ihm aufgebürdet wird, mit einer Hypertrophie der Muskulatur. Hypertrophie bedeutet, der Muskel wird dicker, leistungsfähiger und stärker.

Das klingt erst mal gut, aber bitte bedenken Sie, Bodybuilder laufen keinen Marathon. Und Ihr Herzmuskel ist ein Marathonmuskel, das heißt er soll viele Jahre seine kontinuierliche Leistung erbringen und dafür darf er schlank und elastisch sein.

Der verdickte Herzmuskel aber birgt langfristig die Gefahr von Herzschwäche oder gar einem Herzinfarkt und damit ist Ihr Bluthochdruck, so er nicht behandelt wird, langfristig schädlich für Ihr Herz.

Herz-CT – Warum und wie läuft das ab? (arztwissen.tv / Herz & Kreislauf)

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Ich bekomme eine CT des Herzens — Warum wird das gemacht und wie läuft das ab?

Dr. med. Nidal Al-Saadi:

Die CT ist eine ganz neue und moderne Untersuchungsform, bei der wir sehr detaillierte und genaue Informationen vom Herzen und insbesondere der Herzkranzgefäße bekommen. Die Herzkranzgefäße versorgen das Herz mit Blut, und Herzdurchblutungsstörung ist ja einer der führenden Störungen des Herzens. Mit der Computertomografie können wir diese sehr gut abbilden. Wir erhalten des Weiteren Informationen über die Gefäßbeschaffenheit, ob bereits Verdickungen der Gefäßwände vorhanden sind oder bereits Verkalkungen erkennbar sind.

Die CT-Untersuchung basiert auf Röntgenstrahlen und diese müssen sehr gezielt und überlegt eingesetzt werden. Wir wiegen immer zwischen der Information, die wir aus dieser Untersuchung bekommen, und den Nutzen, den wir über eine größere Sicherheit über Ursachen für die vorhandenen Beschwerden erhalten, ab. Im Vorfeld entscheiden wir mit anderen Untersuchungen, ob ein CT wirklich notwendig ist.

Durch die Computertomografie erhalten wir hochaufgelöste Bilder des ganzen Körpers, in unserem Fall des Herzens. Damit wir die Aufnahmen detailliert wahrnehmen können, bekommen Sie von uns ein Kontrastmittel injiziert. Dadurch sind wir in der Lage, den Blutfluss in den Zellen der Gefäße zu beobachten und anhand der Einfärbung zu analysieren. Dieses Kontrastmittel wird Ihnen während der
Untersuchung zu einem bestimmten Zeitpunkt über eine Vene durch eine Kanüle im Arm gespritzt.

Sie werden die Gabe des Kontrastmittels spüren, hierbei handelt es sich um ein leichtes Wärmegefühl, das sich im Körper ausbreitet und nach 20 Sekunden wieder verschwindet. Diese Reaktionen sind völlig normal und nicht weiter beachtenswert.

Um sicher zu stellen, dass wir scharfe Bilder bekommen, werden Sie von uns über Kopfhörer Atemkommandos bekommen. Sie werden einatmen, halten die Luft an und erhalten währenddessen das Kontrastmittel. Nach fünf bis sieben Sekunden sind die Aufnahmen beendet und Sie können normal weiteratmen. Wichtig ist, dass Sie sich in dieser Phase keinesfalls bewegen, auch Schlucken sollten Sie vermeiden, denn schon dies kann zu einer kleinen Bewegung des Herzens führen und die Aufnahmen sind unbrauchbar. Das sind die wesentlichen Dinge, die Sie bei der Untersuchung wahrnehmen.

Wir müssen jedoch im Vorfeld eine weitere Vorbereitung beachten. Damit die Gefäße möglichst weit geöffnet sind, bekommen Sie von uns Nitrospray, ein Mittel, welches bei Patienten mit Durchblutungsstörungen verschrieben wird, unter die Zunge gesprüht. Sie erhalten es, damit die Gefäße geweitet werden und mehr Kontrastmittel durch die Gefäße fließen kann und uns somit ein besseres Bild vermitteln kann.

Es schmeckt nach Pfefferminz und ist leicht frisch. Nach fünf bis zehn Minuten ist die Wirkung wieder verschwunden, das heißt in dieser Zeit werden wir unsere Aufnahmen machen. Bei Empfindlichen Menschen kann es durch die Gefäßerweiterung im Körper zu Kopfschmerzen kommen. Dies ist jedoch eine völlig unbedenkliche Reaktion und kann gegebenenfalls auch mit einer Kopfschmerztablette beseitigt werden. Sie werden auch noch ein EKG bekommen, welches wir an Ihrem Brustkorb anlegen. Falls Ihnen kalt werden sollte, bekommen Sie natürlich eine Decke.

Wenn wir über medizinische Untersuchungen reden, dann nicht nur über den Nutzen, sondern wir machen uns auch über die Nebenwirkungen Gedanken. Bei dieser Untersuchung sind es in erster Linie die Röntgenstrahlen und zum anderen die Kontrastmittel, die auf Ihren Körper einwirken.

Das Kontrastmittel wird durch das Blut in alle Organe transportiert und kann dementsprechend auch zu bestimmten Reaktionen in Körper führen. Bei empfindlichen und zu Allergien neigenden Menschen, kann es zu einer allergischen Reaktion auf das Röntgenkontrastmittel kommen. Wir beobachten während der Untersuchung jedoch jegliche Veränderungen im Körper und falls Sie eine ungewöhnliche Veränderung in Ihrem Körper spüren, können Sie uns dies zu jedem Zeitpunkt mitteilen.

Darüber hinaus bleibt zu erwähnen, dass diese Kontrastmittel sehr jodhaltig sind. Jod wird in der Schilddrüse aufgenommen, diese produziert Schilddrüsenhormone, worüber sie den Stoffwechsel/Grundstoffwechsel in unserem Körper reguliert. Falls Ihre Schilddrüse eine Vorstörung aufweist und es zu einer verstärkten Jodaufnahme kommt, kann es zu einer Überproduktion des Schilddrüsenhormons, das heißt zu einer Überfunktion der Schilddrüse führen. Um dieses Auszuschließen werden wir im Vorfeld durch eine Blutabnahme Ihre Schilddrüsenfunktion überprüfen.