Ernährung: Herz & Kreislauf – Was ich esse, das bin ich? (arztwissen.tv)

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Was ich esse, das bin ich! Stimmt das?

Dr. med. Petra Lange-Braun:

Ja, da ist schon was Wahres dran. Wenn Sie sich ein Leben lang mit zu vielen Fetten und auch zu vielen Kohlehydraten, wie zum Beispiel Weißmehlprodukten wie Toast und Brötchen, ernähren, dann wird sich Ihr Spiegelbild in einer Art und Weise verändern, die Ihnen nicht gefallen wird. Und es wird auch Ihr Risiko, Stoffwechselerkrankungen zu bekommen, wie zum Beispiel die Zuckerkrankheit, deutlich steigern.

Wir Mediziner empfehlen Ihnen heute die mediterrane Küche. Was heißt das? Essen Sie viel Obst und Gemüse und kochen Sie überwiegend mit gesunden Ölen, wie zum Beispiel Olivenöl und Wallnussöl.

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Herzinfarkt und Herzattacke: Was ist der Unterschied?

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Unterschied Herzinfarkt und Herzattacke?

Dr. med. Petra Lange-Braun:

Der Unterschied zwischen einem Herzinfarkt und einer Herzattacke ist eine Frage des Schweregrades. Der Herzinfarkt bedeutet, dass im Rahmen des Schmerzanfalls, den Sie haben, auch ein Teil Ihres Herzmuskelgewebes abstirbt. Bei der Herzattacke, oder dem Angina Pectoris-Anfall wie wir das nennen, oder was auch ein Fachausdruck ist: dem akuten Koronarsyndrom, ist es in der Regel möglich, durch den rechtzeitigen Eingriff mit Medikamenten und/oder einer Maßnahme wie einem Herzkatheter, das Absterben von Herzmuskelgewebe zu verhindern.

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EKG/Stressechokardiografie- Was bedeutet das?

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Stressechokardiografie- Was bedeutet das?

Dr. med. Petra Lange-Braun:

Bei der Stressechokardiografie untersuchen wir Sie mit dem Herzultraschallgerät, und zwar während wir Sie auf einer Liege körperlich belasten. Während Sie auf dieser Liege liegen, die wir in verschiedene Richtungen kippen können, müssen Sie Fahrradpedale bedienen, die an dieser Liege angebracht sind. Wir steigern dabei, ebenso wie bei einem Belastungs-EKG, die Belastung in verschiedenen Stufen, und untersuchen Ihr Herz jeweils mit dem Ultraschallgerät während der verschiedenen Belastungsstufen. Und so können wir erkennen, ob eine Durchblutungsstörung oder eine Erkrankung des Herzens dazu führt, dass Ihr Herz, auch bildgebend dargestellt, nicht adäquat auf die Belastung reagiert.

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Rotwein gut fürs Herz – Stimmt das?

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Stimmt es, dass ein Glas Rotwein am Tag gut ist für das Herz?

Dr.med. Helga Gramann:

Gesundheitsbehörden und verschiedene Ernährungsexperten würden sich wahrscheinlich zurückhalten mit einer generellen Empfehlung. Es ist aber heute nachgewiesen, dass Menschen, die vielleicht schon ihr Leben lang, regelmäßig, maßvoll Alkohol konsumiert haben, wie zum Beispiel auch Rotwein, länger leben und weniger Herzkreislauferkrankungen haben.

Wie ist das zu erklären? Wenn wir uns die mediterrane Kost, die traditionelle Mittelmeerküche anschauen, dann ist es in diesen Kulturen, also bei den Griechen, den Italienern und den Franzosen, schon immer so gewesen, dass zu einer guten Mahlzeit ein Gläschen Wein gehörte. Das hat man untersucht und sich angeschaut, welche positiven Effekte der Alkohol auf bestimmte körperliche Vorgänge hat und hat insbesondere beim Rotwein eine besondere gesundheitsförderliche Wirkung festgestellt. Das liegt daran, dass der Rotwein die bestimmten flüchtigen Aromastoffe, die sogenannten Polyphenole hat. Genannt sei hier das Resveratrol als der wichtigste Vertreter. Das ist ein Stoff, der in den Schalen und Kernen von blauen Trauben, die ja zu Rotwein verarbeitet werden, vorkommt.
Hier sind die positiven Effekte auf Gesundheit und Überleben im Vergleich zu Alkohol abstinent lebenden Personen und natürlich auch Menschen, die sehr viel Alkohol konsumieren nachgewiesen worden. Deswegen ist es natürlich zu empfehlen, wenn Sie ein Weintrinker sind und das immer schon gern getan haben, dass Sie weiterhin Ihr Gläschen Rotwein zum Abendessen trinken. Aber dann bitteschön genau in dieser Kombination, in der rechten Art, in der rechten Einbindung in Ihre Mahlzeit, und dann sich auch an das Maaß haltend, das allgemein empfohlen wird. Konkret bedeutet das, dass Sie allein als Mann nicht mehr als zwei Gläser Rotwein am Abend trinken und als Frau darf es etwas weniger sein und wenn Sie paarweise trinken kann eine Flasche von 0,7 Litern in einem Verhältnis von 0,4 für den Mann und 0,3 für die Frau zugeteilt, sehr gesundheitsförderlich sein.

Schwaches Herz – Welchen Sport darf betreiben?

Schwaches Herz – Welchen Sport darf ich noch betreiben?

Dr. med. Petra Lange-Braun:

Grundsätzlich dürfen Sie jede Sportart, die Sie auch vorher betrieben haben, weiter betreiben. Sie sollten nur jetzt die Intensität an die neuen Gegebenheiten anpassen und gegebenenfalls mit Ihrem Kardiologen zusammen die Herzfrequenz ermitteln, die Sie beim Betreiben des Sports nicht überschreiten sollten.

Wenn Sie sich diesbezüglich unsicher sind, können Sie Ihre Herzfrequenz auch während Ausübung des Sports durch ein portables Herzfrequenzmessgerät, welches Sie im Fachhandel erwerben können, kontrollieren.

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Herzerkrankung: Ernährung umstellen?

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Muss ich mit einer Herzerkrankung meine Ernährung umstellen?

Dr.med. Helga Gramann:

Es gibt heute eine gesicherte Erkenntnis darüber, dass unser westlicher Ernährungsstil, also die Art und Weise wie in westlichen Industrienationen gegessen wird, bestimmte Herzkreislauferkrankungen, wie den Bluthochdruck oder die Koronare Herzerkrankung, fördert. Hier gilt es für sich selbst genau zu schauen, bewege ich mich auch in dieser falschen Ernährungsweise und kann ich durch eine Umstellung meiner Nahrungsgewohnheiten doch zu einer besseren Gesundheit beitragen?

Unter einer westlichen Ernährung verstehen wir die Zufuhr von gehäuften Zuckerstoffen. Das können stärkehaltige Lebensmittel wie Brot, Nudeln, Kartoffeln sein. Das sind aber auch alle zuckerhaltigen Getränke, alle Süßigkeiten, die wir so gern und so viel zu uns nehmen. Das sind zum Teil die falschen Fette, die unserem Körper schaden, ein Zuviel an Salz, ein Zuwenig an Ballaststoffen in Form von Obst und Gemüse. Und durch dieses Missverhältnis kommt es in unserem Körper zu Erkrankungen, auch insbesondere am Herzen, den Herzkranzgefäßen und anderen Gefäßen im Körper.

Besser ist auf jeden Fall eine traditionelle Ernährungsform wie die mediterrane Kost. Durch diese Ernährungsweise könne auch Krankheiten besser begleitet und zur Heilung geführt werden, und sie dient immer der Vorbeugung von Herz-und Gefäßerkrankungen.

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Machen Herzensangelegenheiten krank?

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Machen Herzensangelegenheiten wirklich krank?

Dr. med. Petra Lange-Braun:

Selbstverständlich können Herzensangelegenheiten krank machen. Nicht nur in der Literatur lesen wir häufiger vom gebrochenen Herzen. Langfristiger Kummer, wie zum Beispiel beim Verlust eines geliebten Menschen oder längerfristigem Liebeskummer oder wenn Sie Mobbing am Arbeitsplatz ausgesetzt sind, kann langfristig nicht nur zu einem unangenehmen Druckgefühl im Brustkorb, der Last auf den Schultern führen. Es kann auch langfristig dazu führen, dass Ihr Herz auch als Organ erkrankt.

Wie kann das sein? Das geschieht einerseits dadurch, dass Sie das Leben nur noch unter größerem Druck meistern und damit langfristig bei sich selbst einen Bluthochdruck entwickeln, der bekanntermaßen auch zu vielfachen Schäden, unter anderem auch zu Herzerkrankungen, führen kann. Oder aber, dass Sie aufgrund des Kummers eine ungesunde Lebensweise haben, sich falsch ernähren, zu wenig schlafen und damit natürlich langfristig auch Stoffwechselerkrankungen, wie zum Beispiel eine Zuckerkrankheit entstehen kann, die dann wiederum entsprechende Herzerkrankungen auslöst.

Es gibt sogar viele dokumentierte Fälle, in denen bei Menschen unter extremen Stresssituationen Symptome auftreten wie bei einem akuten Herzinfarkt, ohne dass nachweislich eines Ihrer Herzkranzgefäße verschlossen wäre. Dies geschieht durch die Überschwemmung Ihres Körpers mit sogenannten Stresshormonen.

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Undichte Herzklappe – Was bedeutet das? (arztwissen.tv / Herz & Kreislauf)

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Meine Herzklappe ist undicht- Was bedeutet das?

Dr. med. Petra Lange-Braun:

Ist Ihre Herzklappe undicht, muss Ihr Herz auf Dauer viel mehr arbeiten und damit leisten, als es üblich ist. Auf Dauer führt das dann zu einer Herzschwäche und deswegen ist es sinnvoll, eine nicht mehr funktionierende Herzklappe zu ersetzen. Das bedeutet, dass Sie in einer entsprechenden Klinik aufgenommen werden und diese Operation entweder am offenen Herzen oder aber, wie in letzter Zeit auch häufiger möglich, in einem sogenannten minimal invasiven Eingriff durchgeführt wird.

Bei dieser Operation wird Ihnen in der Regel Ihre defekte Herzklappe entfernt und eine neue eingesetzt. Dabei handelt es sich entweder um eine Klappe aus biologischem Material, in der Regel von einem tierischen Organspender, oder aber um eine sogenannte Kunstklappe, die aus unterschiedlichen Materialien bestehen kann.

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Mein Herz stolpert – Was steckt dahinter? (arztwissen.tv / Herz & Kreislauf)

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Mein Herz stolpert- Was steckt dahinter?

Dr. med. Petra Lange-Braun:

Wenn Ihr Herz stolpert, handelt es sich in der Regel um Herzrhythmusstörungen. Gott sei Dank, sind diese in den meisten Fällen harmlos, dennoch sollten Sie einen Kardiologen aufsuchen, um in einem EKG /Langzeit-EKG, das Ihnen 24 Stunden angelegt wird, festzustellen, um welche Form der Herzrhythmusstörung es sich handelt. Weitere Untersuchungen sollten klären, ob eine Herzerkrankung Grund für diese Herzrhythmusstörung ist.

Im Falle des Ausschlusses einer Herzerkrankung empfehlen wir Stressreduktion und Nahrungsergänzungsmittel. Dabei empfehlen wir in erster Linie die Einnahme der Elektrolyte Kalium und Magnesium, weil diese eine besonders beruhigende Wirkung auf den Herzrhythmus haben.

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Luftnot – Was raubt mir den Atem? (arztwissen.tv / Herz & Kreislauf)

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Luftnot – Was raubt mir den Atem?

Dr. med. Petra Lange-Braun:

Luftnot ist ein Symptom, hinter dem sich eine Vielzahl von Erkrankungen verbergen kann. In erster Linie sind es natürlich Lungenerkrankungen, die uns den Atem rauben. Natürlich kann auch eine Herzerkrankung dahinter stecken. Es kann aber auch einfach nur bedeuten, dass Sie zu viel Stress haben.

Um das herauszufinden, führen wir in unserem Herzinstitut diverse Untersuchungen durch. Zum Beispiel die Bodyplethysmografie und die Spirogergometrie, um Ihre Lungenfunktion in Ruhe und unter Belastung zu testen, aber auch die Herzultraschalluntersuchung und ein Belastungs-EKG, um Ihre Herzfunktion in Ruhe und unter Belastung zu testen.

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