Herzinfarkt – Was muss sofort getan werden? (arztwissen.tv / Herz & Kreislauf)

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Herzinfarkt- Was muss sofort getan werden?

Dr. med. Petra Lange-Braun:

Wenn Sie ein erhöhtes Herzinfarktrisiko haben und Sie verspüren bei sich einen heftigen Brustschmerz verbunden mit Luftnot, Schweißausbruch oder gar Übelkeit, dann sollten Sie sofort die Feuerwehr, unter Angabe Ihrer Person und der Symptome, anrufen. So dass Sie umgehend in eine Krankenhaus eingeliefert werden können, und dass sofort alle notfallmäßigen Maßnahmen ergriffen werden können. Verspüren Sie gelegentlich, immer wieder bei Belastung, einen auftretenden Brustschmerz oder gar nur eine Brustenge, dann sollten Sie Ihren Hausarzt aufsuchen, der Sie dann sicherlich sofort zu einem weiterbehandelnden Kardiologen überweisen wird.
Gerade bei Ihnen als Frau ist auch das Symptom der akut einsetzenden Übelkeit verdächtig und bedarf einer weiteren Diagnostik.

Herz MRT- Warum und wie? (arztwissen.tv / Herz & Kreislauf)

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MRT des Herzens – Warum und wie?

Dr. med. Nidal Al-Saadi:

Die MRT ist die Abkürzung für Magnetresonanztomografie. Häufig wird auch der Begriff Kernspintomografie dafür verwandt. Es handelt sich hier um dasselbe Verfahren mit derselben Technik, durch die wir Schnittbilder Ihres Körpers erhalten. Wir erhalten zweidimensionale Bilder aus irgendeiner ausgesuchten Ebene in Ihrem Körper. In diesem Fall geht es um das Herz, das heißt wir konzentrieren uns auf den Brustkorb und machen dort unsere Aufnahmen.

Das Besondere an der MRT-Untersuchung ist die Tatsache, dass diese Untersuchungsform nicht auf Röntgenstrahlen basiert. Röntgenstrahlen können, abhängig von der Dosis und der Häufigkeit, potentiell Schäden an den Zellen und Organen führen. Die MRT erfolgt aufgrund physikalischer Effekte, die auf Magnetfeldern und Radiofrequenzen basieren. Das Besondere an den MRT-Bildern ist, dass man nicht nur sieht, wie bestimmte Strukturen im Körper aussehen, sondern auch was dahinter steckt. Wir können das Gewebe analysieren und wir können die Feinstruktur des Gewebes erkennen, das heißt ich kann sehen, ob sich in dem speziellen Organ oder um das Organ herum Entzündungen, Wasseransammlungen, Bindegewebe, Narben oder zerstörte Zellen befinden. Diese Informationen erhalte ich mit anderen Bilder nicht, da ich bei anderen Bildern nur eine Abbildung der Struktur bekomme und keine Detailinformationen.

Der Ablauf der MRT verläuft wie folgt: Als erstes legen wir eine Kanüle. Eine Kanüle ist ein kleiner Plastikschlauch, der in eine Vene gelegt wird. Über diese Kanüle werden wir dann das Kontrastmittel geben. Auf das Kontrastmittel selbst werde ich später noch detaillierter eingehen.

Die Kanüle bleibt während der Untersuchung in der Vene und an festgelegten Zeitpunkten werden wir das Kontrastmittel darüber in Ihren Körper injizieren.

Das Kontrastmittel brauchen wir um gewisse Kontraste in den Aufnahmen zu erhalten, denn bestimmte Strukturen und bestimmtes Gewebe würden sich sonst auf den Bilder so sehr ähneln, dass eine Auswertung ungenau verliefe. Durch das Kontrastmittel, welches mit dem Blut durch das Gewebe und auch teilweise durch die Gefäße fließt, ist es möglich die Gewebsstrukturen zu unterscheiden, da sich das Kontrastmittel in den unterschiedlichen Geweben unterschiedlich verhält und wir eine stärkere oder schwächere Kontrastierung auf dem Bild erhalten.

Des Weiteren brauchen wir noch EKG-Ableitungen Ihres Herzens, das heißt wir werden mithilfe von Kabeln, die wir auf Ihrer Brust befestigen und einer Antenne, dem sogenannten Empfänger oder Spule, die wir auf ihre Brust legen, ein EKG-Signal empfangen.

Mit dieser Spule, der Antenne für die EKG-Ableitungen, werden Sie dann so weit auf dem Tisch in die Röhre gefahren, bis wir das zu untersuchende Organ im Zentrum des Magnetfeldes haben. Die Beine werden an der einen Seite und der Kopf an der anderen Seite des Zylinders rausragen. Zum Schutz Ihres Gehörs erhalten Sie einen Kopfhörer, der schalldämmend ist und über welchen wir auch die Möglichkeit haben mit Ihnen zu kommunizieren und Ihnen die Kommandos für die Untersuchung geben können. Es ist sehr wichtig, dass Sie diese Kopfhörer aufsetzen, da die Geräusche des Magnetresonanztomografen sehr laut sein können. Diese sind zwar nicht in Permanenz wahrnehmbar, sondern nur wenn die Aufnahmen gemacht werden.

Da Sie nun mit dieser Spule am Tisch fixiert sind und sich nicht frei bewegen können, bekommen Sie auch eine Klingel, mit der Sie sich jederzeit bemerkbar machen können, wenn Sie etwas brauchen. Bei den Aufnahmen ist der Geräuschpegel sehr hoch und wir würden Sie eventuell nicht hören oder verstehen. Die Klingel ist für uns ein Signal, die Aufnahmen zu stoppen und uns Ihrem Bedürfnis zuzuwenden.
Über die Kopfhörer können Sie Musik hören. Sie können auch Ihre eigene mitbringen, damit die Untersuchung so angenehm wie möglich für Sie abläuft.

Die Untersuchungszeit ist variabel und kann bis zu einer Stunde dauern. Es kommt darauf an, welche Informationen wir brauchen und wie gut Sie die Luft anhalten können. Wir haben es hier mit einem bewegten Organ zu tun und da die Aufnahmetechnik nicht besonders schnell ist, können wir nur auswertbare scharfe Aufnahmen machen, wenn Sie nicht atmen. Und umso länger Sie die Luft anhalten können, desto mehr Bilder können wir pro Anhaltemanöver von Ihrem Herzen machen (…)

Herzultraschall – was erwartet mich?

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Herzultraschall- Was erwartet mich?

Dr. med. Petra Lange-Braun:

Bei Ihnen soll eine Herzultraschalluntersuchung oder wie wir sagen würden, eine Echokardiografie durchgeführt werden. Dies ist zurzeit die wesentliche Basisuntersuchung, um herauszufinden, ob mit Ihrem Herzen irgendetwas nicht in Ordnung ist. Ich fahre dabei mit einem Schallkopf über Ihr Herz. Ich kann damit nicht nur in Bild und Ton Ihr Herz in Bewegung darstellen, ich kann damit auch überprüfen, ob Ihre Herzklappen richtig funktionieren.

Herzschmerzen – Bin ich krank oder habe ich nur Stress?

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Herzschmerzen – Bin ich krank oder habe ich nur Stress?

Dr. med. Petra Lange-Braun:

Das werde ich oft gefragt. Da stellt sich natürlich die Frage „Müssen Sie zum Arzt? Müssen Sie zum Psychologen? Oder sollten Sie einfach nur mal Urlaub machen?“ Als Kardiologe muss ich natürlich sagen, wenn Herzschmerzen häufiger auftreten, dann empfehle ich den Besuch in einem unserer Institute. Dann stellen wir in der Regel fest, ob hier eine weiterführende Diagnostik und gegebenenfalls eine Therapie bei Vorliegen einer Herzkrankheit erforderlich sind, oder ob wir Ihnen dann alternativ Stressbewältigungsmaßnahmen an die Hand geben und Ihnen dann vielleicht den Urlaub empfehlen.

Herz-MRT Auswertung – Was kann man sehen?

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MRT-Auswertung

Dr. med. Nidal Al-Saadi:

(…) Wir kriegen eine ganze Reihe an Information. Und so gehen wir erst einmal durch den ganzen Körper von unten nach oben. Vom Bauchraum angefangen, gehen wir jetzt Schritt für Schritt hoch in diesen Bildern, durch den Brustkorb, hier sind die beiden Lungenflügel, das ist das Herz. Ich werde das gleich alles erklären. Das Herz hat vier Herzkammern, bestehend aus zwei Hauptkammern und zwei Vorkammern, die ein gewisses Zusammenspiel haben, so dass der richtige Blutfluss gewährleistet ist.
Sie sehen, dass die linke Herzkammer viel dickere Wände hat, da diese das Blut in den ganzen Körper pumpen soll, während die rechte Herzkammer das Blut nur in die Lunge pumpt, und deswegen weniger Kraft braucht und der Muskel dementsprechend dünner ausfällt. Wenn es umgekehrt wäre, gäbe dies Anlass zur Vermutung, dass etwas nicht stimme. Das Besondere an diesen Aufnahmen ist, dass man sich diese Aufnahmen auch bewegt ansehen kann, das heißt wir können nicht nur die Größe der Höfe, der Wände und der Gefäße sehen, sondern wir können auch die ganze Funktion erkennen, die Bewegungsabläufe, Zusammenspiel der Herzhöfe, Störungen. Wir können auch die Herzklappen sehen. Es sind die ganz dünnen zarten dunklen Striche, die wir immer auf und zu gehen sehen. Die sind so zart, dass man sie kaum sehen kann, wären sie gut zu erkennen, wäre auch das wieder ein Indiz für eine Veränderung, die wir näher untersuchen müssten. Wir können aber auch den Blutfluss sehen. Normalerweise fließt das Blut immer in eine Richtung – von der Vorhofkammer in die Hauptkammer. Und wenn die Kammern sich zusammenziehen und das Blut in den ganzen Körper pumpen, müssen diese Klappen wieder zugehen, sonst würde das Blut wieder zurück in die Vorhöfe fließen. Es kann manchmal dazu kommen, dass die Klappen nicht ganz dicht sind und das können wir hier anhand eines schwarzen Strahls sehen, der immer wieder zurück fließt. Das haben ganz viele Menschen und würde in diesem Fall die Herzfunktion keinesfalls beeinträchtigen. Es verursacht erst Probleme, wenn es sehr ausgeprägt ist und zu viel Pendelblut im Herzen bleibt, statt durch den Körper gepumpt zu werden. Auch wenn andere Störungen oder Erkrankungen zugrunde liegen, hätte es eine Bedeutung und die Grundstörung müsste behandelt werden.

Im Vergleich zum Ultraschall haben wir hier die Möglichkeit das Ganze auch dreidimensional zu betrachten. Anhand unseres Beispiels möchte ich das noch mal sichtbar machen. Wir haben Schicht für Schicht Aufnahmen des Herzens gemacht und wir erhalten nicht nur ein Standbild, sondern können auch das Ganze in Bewegung sehen und uns jeden Winkel näher angucken und auf Pumpkraft, Zusammenspiel, Bewegungsabläufe und Koordination überprüfen.
Diese Untersuchung ist nicht belastend für den Körper – im Gegensatz zur Computertomografie. Als nächstes können wir auch Gewebecharakteristika erkennen. In diesem Fall möchte ich die Menge der Flüssigkeit im Gewebe wissen. Je mehr Flüssigkeit im Gewebe vorhanden, desto heller wird dieses und damit kann ich erkennen, ob im Herzmuskel eine erhöhte Flüssigkeitsansammlung besteht. Dies kann mir zum Beispiel Aufschluss über Entzündungen geben, da jede Entzündung mit der Ansammlung von Flüssigkeit einhergeht.
Hier in diesem Bereich ist es sehr hell: Das ist der Magen, die Nieren und die Milz, in denen sich viel Flüssigkeit befindet. Der Herzmuskel im Vergleich ist dunkler und wenn es eine Entzündung gäbe, könnte man diese aufgrund des Kontrasts gut erkennen. Wenn eine ganze Region betroffen ist, was mit dem bloßen Auge nicht erkennbar ist, führen wir Messungen durch, die uns über den Entzündungsbereich Aufschluss geben.
Wir können anhand der Messungen auch erkennen, um welchen Grad der Entzündungen es sich handelt. Ist sie akut, kommt es zu Gewebsflüssigkeitsansammlungen, ist sie leicht oder gerade am Abklingen, haben wir keine Wasseransammlungen und ist daher mit dem Auge nicht mehr sichtbar. Wir wissen jedoch, dass in den letzten beiden Fällen die Gewebsdurchlässigkeit erhöht ist, da der Körper seine Abwehrstoffe an den Entzündungsherd bringen möchte.
Durch das Kontrastmittel kann man sehen, dass durch dieses Gewebe die Flüssigkeit viel schneller fließen kann, als bei gesundem Gewebe. Es wird also gemessen, wie schnell das Kontrastmittel durch die Gefäße fließt und erhält somit aussagekräftige Informationen, ob es sich um eine hochaktive Entzündung mit Wasseransammlungen/Ödem handelt oder ob es sich um eine schleichende oder abklingende Entzündung ohne Wasseransammlungen handelt, bei der die Gefäßdurchlässigkeit noch erhöht ist (…)

Gibt es Zusammenhänge zwischen Herzerkrankung und Psyche?

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Gibt es Zusammenhänge zwischen Herzerkrankungen und der Psyche?

Dr.med. Petra Lange-Braun:

Ja, welchen Einfluss hat die Psyche auf Ihr Herz? Sie hat einen sehr großen Einfluss. Ein Beispiel: Das Wort ‚Angina Pectoris‘, das heutzutage jeder kennt, der Fachausdruck für Brustenge und das Wort ‚Angst‘ haben den gleichen Wortstamm. Sie gehen beiden auf das lateinische Wort ‚angus‘, welches Enge bedeutet, zurück. Jeder kennt das, dass es einem vor Angst fast den Brustkorb abschnürt. Ebenso geht es diesen Menschen, die Angina Pectoris haben.

Und umgekehrt kann eine fröhliche Grundstimmung Ihr Herz nicht nur optimal erleichtern, es kann Sie auch langfristig vor schweren Herzerkrankungen schützen.

Gibt es Lebensmittel, die vor Herzinfarkt schützen?

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Gibt es auch Lebensmittel, die mich vor Herzerkrankungen schützen?

Dr. med. Helga Gramann:

Eine sehr günstige Ernährungsweise, die in unseren Breitengraden sehr gut zum Einsatz kommen kann, ist zum Beispiel die mediterrane Kost. Das ist eine Küche, die durch einen sehr hohen Obst und Gemüseanteil gekennzeichnet ist und dadurch sehr viele Ballaststoffe liefert und auch sehr viele sogenannte sekundäre Pflanzenstoffe, das heißt diese ganzen wichtigen Vitamine, Spurenelemente und Mineralien, die mannigfaltige gesundheitsförderliche Effekte im Körper entwickeln können. Darüber hinaus ist eine Ernährung ratsam, die mit weniger auskommt, das heißt mit mehr Qualität als Quantität, die gute Fette liefert, die zum Beispiel auch zuckerreduziert ist und auch gleichzeitig stärkehaltige Lebensmittel reduziert, um nicht an Körpergewicht zuzunehmen. Dies ist bestimmt eine sehr günstige Ernährungsweise, die dazu beitragen kann Herzkreislauferkrankungen zu verhindern.

Unter guten Fetten verstehe ich Fette wie zum Beispiel das Olivenöl oder das Rapsöl als Universal Öl genossen. Es dürfen aber auch je nach Geschmacksvorlieben Nussöle, Distel Öl und Leinöl mit in die Ernährung fließen. Bei den Kohlehydraten unterscheiden wir, ob wir zum Beispiel stärkehaltige Lebensmittel wie die ungünstigen Weißmehlprodukte oder aber die deutlich besseren komplexeren Kohlenhydrate aus Vollkornprodukten wie zum Beispiel Vollkornnudeln, Vollkornbrot und Vollkornreis zu uns nehmen. Diese sollten jedoch auch in Maßen genossen werden.

Insgesamt sollte darauf geachtet werden, dass wenig industriell gefertigte, raffinierte Lebensmittel gekauft werden, weil dadurch eine bessere Kontrolle durch die Zufuhr von Zucker und Salz gelingt. Denn wir wissen nicht in welchen Mengen diese in den Nahrungsmitteln enthalten sind und haben somit keine Kontrolle. Wir können unser Essen jedoch selber süßen und salzen.

Generell ist bei der Ernährung zu empfehlen, dass vor allem Lebensmittel gegessen werden, nämlich wirklich Speisen, die frisch eingekauft werden und wirklich eine Energie liefern, die uns gesund erhält und uns leistungsbereit macht. Das sind vor allem pflanzliche Lebensmittel: Obst und Gemüse mit den günstigen Nährstoffen. Das sind jedoch auch Lebensmittel wie Fleisch und Fisch, die Maßvoll und in möglichst magerer Form zugeführt werden sollen.

Bei der Auswahl der sogenannten stärkehaltigen Lebensmittel, das sind in unseren Breiten vor allem Brot, Nudeln aber auch Kartoffeln und Reis, sollte darauf geachtet werden, dass Vollkornprodukte ausgewählt werden statt Weißmehlprodukte. Und als letzter Punkt sollte darauf geachtet werden wie wir essen. Zu diesem „Wie“ des Essens gehört natürlich, dass wir maßvoll essen, dass wir eine angemessene Nahrung zu uns nehmen, die uns nicht völlt, sondern sättigt und zufrieden macht, dass wir möglichst langsam essen und eine große Achtsamkeit beim Essen entfalten. Wir sollten selber kochen und nicht die Verantwortung in fremde Hände geben und wir sollten in Gemeinschaft essen. Dies sind Aspekte, die das Essen von einer reinen diätetischen Anleitung wegführen und nur Rezepte zur Anwendung bringen, sondern was zur inneren Haltung mit dem Thema Ernährung zu tun haben.

Essen ist für alle Kulturen ein ganz elementares Bedürfnis, wir essen aus mannigfaltigen Gründen. Essen ist verankert in unterschiedlichsten menschlichen Kulturen und Essen ist letztlich ein AKT DER LIEBE. Essen versorgt uns mit allem, was Körper, Geist und Seele brauchen. Von daher ist es sehr wichtig, sich mit der Ernährungsweise auseinanderzusetzen. Es ist sehr wichtig, Zeit, Mühen und Geld aufzubringen, um eine gute Ernährung in unser Leben zu bringen.

Eine gesunde und uns auch bis ins hohe Alter gesunderhaltende Ernährung ist neben einer ausgewogenen körperlichen Aktivierung und einem positiven Umgang mit Stress, dem wir heute alle ausgesetzt sind, eine sehr effektive und beglückende Methode durchs Leben zu kommen. Darüber hinaus ist es ein lebenslanger Übungs-und Erforschungsweg für jeden Einzelnen, denn es gibt keinen Königsweg der Ernährung, den man jedem Menschen raten kann. Jeder muss für sich alleine herausfinden, was ihn nährt. Es gibt jedoch Richtlinien, eine gesunde Ernährung umzusetzen – und sie sind sehr einfach umzusetzen.

Bluthochdruck – Muss ich alle Medikamente auf Dauer nehmen?

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Mein Blutdruck ist zu hoch – Muss ich wirklich alle Medikamente auf Dauer nehmen?

Dr. med. Petra Lange-Braun:

Das kommt darauf an. Der Bluthochdruck ist eine ernstzunehmende Erkrankung, der auch zu Herzanfall, Herzinfarkt und Nierenversagen führen kann. Natürlich sollten Sie in erster Linie – so Sie übergewichtig sind – Ihr Gewicht reduzieren. Sie sollten sich regelmäßig sportlich körperlich betätigen und Sie sollten Stress möglichst vermeiden. Sollten aber alle diese Maßnahmen nicht dazu führen, dass eine Blutdrucknormalisierung eintritt, so würden wir als Kardiologen Ihnen dann Medikamente zur Senkung des Blutdrucks verschreiben.

Dieses sind dann in der Regel auch Medikamente, die Sie ein Leben lang einnehmen müssen, da diese Medikamente nicht Ihren Bluthochdruck heilen, sondern nur Ihren Blutdruck senken und somit Schlaganfall, Herzinfarkt und Nierenversagen verhindern können. Sie sollten das Ganze natürlich regelmäßig bei Ihrem Hausarzt überprüfen lassen, ob und in welcher für Sie individuell angepassten Höhe Sie diese Medikamente auch weiter nehmen müssen.