Herzschrittmacher: Wie lange hält die Batterie?

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Wenn ich einen Herzschrittmacher habe. Wie oft muss dieser kontrolliert werden und wie lange hält die Batterie?

Dr. med. Dierk Moyzes:

Die Schrittmacherbatterie hat normalerweise eine Lebensdauer von 7-10 Jahren. Wenn die Batterie leer ist, wird ein Schrittmacherwechsel notwendig, dieser läuft ähnlich ab wie eine Schrittmacherimplantation d.h. entlang der alten Narbe wird die Haut, nachdem sie betäubt wurde, wieder geöffnet, der alte Schrittmacher wird herausgenommen. Die Sonden werden abgeschraubt und getestet, ob sie noch richtig funktionieren und dann wird der neue Schrittmacher angeschraubt und an die selbe Stelle, in der der alte Schrittmacher gelegen hat, implantiert.
Sie müssen auch keine Angst haben, dass der Schrittmacher unerwartet und plötzlich seine Funktion aufgibt, denn durch die regelmäßigen Schrittmacherkontrollen, die wir durchführen, beobachten wir permanent die Batterieleistung. Durch bestimmte Messungen erkennen wir ein frühzeitiges Nachlassen der Batterieleistung und können einen Wechsel Monate im Voraus planen.

Stent-Implantation: Was erwartet mich?

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Was erwartet mich bei einer Stent-Implantation?

Dr.med. Dierk Moyzes:

Was ist eine Stent-Implantation? Das Einsetzen eines Stents geschieht normalerweise wie folgt: Über einen Zugang in der Haut, zum Beispiel der Pulsarterie oder der Leistenarterie, wird ein ganz kleiner Plastikschlauch eingelegt. Durch diesen wird ein weiterer Schlauch, der sogenannte Katheter, eingeführt und in die Herzkranzarterie gebracht, das heißt man schiebt diesen Katheter langsam vor und durch kleine Drehbewegungen in die Herzkranzgefäße hinein. Durch den Katheter, den Schlauch, der in dem Herzkranzgefäß liegt, wird vollkommen schmerzfrei ein kleiner langer Draht, mit minimalem Durchmesser vorgebracht. Dieser Draht dient als Schiene des Herz-Kranz-Gefäßes über den man einen Miniballon vorbringen kann, auf dem der Stent, ein kleines Drahtgefäß, montiert ist.

Wenn man unter Röntgenkontrolle diesen Ballon mit dem darauf liegenden Stent an die entsprechende Engstelle vorgebracht hat, kann man ihn dort mithilfe eines bestimmten Geräts aufblasen, so dass der Stent sich entfaltet und in die Herzgefäßwand hinein gedrückt wird. Durch das Hineindrücken des Stents in das Herzkranzgefäß wird an dieser Stelle der normale Durchmesser wieder hergestellt, das heißt die Durchblutung an dieser Stelle ist wieder vollkommen normal, das Blut kann ungehindert zum Herzmuskel strömen, genügend Sauerstoff kann den Muskel wieder versorgen und die Brustschmerzen, weshalb sie ursprünglich den Kardiologen aufgesucht haben, bilden sich vollständig zurück. Der Stent wächst innerhalb von Wochen bis Monaten vollständig in die Gefäßwand ein und wird innenwändig durch die Gefäßhaut überkleidet.

Ich habe auch ein Modell von einem Stent dabei und es zeigt sehr schön, wie der Stent beschaffen ist. Man kann hier sehen, dass es sich um ein Drahtgeflecht handelt, was Helix-artig geformt ist und welches sich vollständig entfaltet, wenn der Ballon innerhalb des Stents durch Druck aufgeblasen wird. Der Stent hebt sich dann vollständig von dem Trägerdraht ab und füllt dann die Innenseite des Herzkranzgefäßes vollständig aus und hält das Gefäß offen.

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Stress: Was bedeutet das für Herz & Kreislauf?

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Was bedeutet eigentlich Stress?

Dr. med. Petra Lange-Braun:

Stress bedeutet nicht per se gleich etwas Negatives, sondern bedeutet einfach eine Reaktion unseres Körpers auf eine besondere Situation, die unter Umständen eine Gefahr bedeuten kann. Geraten wir in eine solche Situation, werden in unserem Körper unmittelbar Stresshormone wie Adrenalin freigesetzt, das unseren Körper sofort in Bereitschaft versetzt entweder zu kämpfen oder zu fliehen.
Kampf oder Flucht war in der frühen Menschheitsgeschichte in der Regel die einzige Möglichkeit, um zu überleben. Da wir aber heutzutage in Stresssituationen nicht mehr kämpfen oder fliehen, bleibt das Adrenalin, das unseren Körper überschwemmt hat überall in den Adern liegen und kann damit Schäden anrichten.

Es ist also wichtig, überschüssiges Adrenalin im Körper wieder abzubauen. Dazu ist die beste Methode, regelmäßig Sport zu betreiben.

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Übergewicht und Herzerkrankung: Gibt es Zusammenhänge?

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Warum sind Übergewichtige eigentlich besonders anfällig für Herzerkrankungen?

Dr.med. Helga Gramann:

Diese Zunahme des Körpergewichtes – vor allem, wenn es um den Bauchbereich konzentriert ist – führt heute zu einer Häufung von bestimmten Erkrankungen. Herzkreislauferkrankungen, wie Bluthochdruck, Erkrankungen der Herzkranzgefäße mit der Folge Herzinfarkt aber auch die Zuckerkrankheit, der Diabetes Mellitus, der auf dem Vormarsch ist, begründet sich häufig in der Dickleibigkeit oder auch schon dem beginnenden Übergewicht von Menschen. Wir haben auch eine Zunahme von Krebserkrankungen, die assoziiert ist mit dieser Zunahme des allgemeinen Körpergewichtes.
Übergewicht und Fettleibigkeit begünstigen das Auftreten von Durchblutungsstörungen. Das passiert dadurch, dass durch das Bauchfett bestimmte hormonelle Entwicklungen in Gang gebracht werden, die verhindern, dass das sogenannte schützende HDL-Cholesterin in ausreichender Menge gebildet wird. Und über diesen Mechanismus kann es dann zum Entstehen von Gefäßverkalkungen und Verstopfung der Gefäße, Blutgerinnsel-Bildung, am Ende einer Entwicklung letztlich auch zum Herzinfarkt und Schlaganfall oder auch zu Durchblutungsstörungen an den Beinen kommen.

Herzinfarkt: Warum jetzt mit dem Rauchen aufhören?

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Warum muss ich nach dem Herzinfarkt mit dem Rauchen aufhören?

Dr. med. Helga Gramann:

Es gibt sehr viele Gründe mit dem Rauchen aufzuhören, insbesondere wenn so ein einschneidendes Erlebnis wie ein Herzinfarkt aufgetreten ist. Es ist heute hinlänglich bekannt, dass Rauchen der Gesundheit schadet. Und einer der besten Gründe ist, selber dafür einzutreten, durch eine Tabakfreiheit Ihre Gesundheit zu befördern und letztlich zu einer großen Freiheit zu gelangen und nicht mehr von der Zigarette abhängig zu sein. Man spart eine Menge Geld ein, man bekommt eine bessere Lebensqualität. Und das wäre ein Grund nach dem Herzinfarkt mit dem Rauchen aufzuhören. Es ist nachgewiesen, dass das Tabakrauchen durch die Rauchinhaltsstoffe eine Arteriosklerose, das heißt eine Verkalkung an den Gefäßen begünstigt und es dadurch zu einer Durchblutungsstörung an den Herzkranzgefäßen kommen kann. Es schadet auch Ihrem übrigen Organismus: Es kann zu Erkrankungen der Atemwegsorgane kommen, Sie können an anderer Stelle Durchblutungsstörungen bekommen und Sie können eine Krebserkrankung entwickeln und diese nicht nur am Lungen- und Bronchialsystem, sondern auch an anderen Organen. Deshalb ist es eine sehr sinnvolle, selbstverantwortliche Maßnahme mit dem Rauchen aufzuhören.

Es gibt heute eine sehr gut erprobte Möglichkeit der Tabakentwöhnung, die in einer strukturierten Form ablaufen kann. Wir führen das in unserer Praxis zum Beispiel in Form eines 12-Wochenprogramms durch, bei dem vor allem Ihre Motivationsförderung in die Tabakfreiheit zu gehen im Vordergrund steht. Sie werden in Ihrer Motivation durch ärztliche Beratung und Begleitung unterstützt. Sie bekommen Strategien an die Hand, wie Sie das Rauchen verlernen, denn Rauchen ist natürlich ein erlerntes Verhalten plus der Nikotinsucht, die entstanden ist. Zur Unterstützung können wir dann auch noch Medikation einsetzen, um die Nikotinsucht zu unterdrücken, so dass Sie nach einem definierten Rauch-Stopp-Tag besser in diese Tabakfreiheit gehen können. Und das auch langfristig halten können und keinen Rückfall mehr durchmachen müssen.

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Vorhofflimmern – Warum Marcumar obwohl es das nicht beseitigt?

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Vorhofflimmern – Warum muss ich Marcumar nehmen, obwohl es das Vorhofflimmern nicht beseitigt?

Dr. med. Petra Lange-Braun:

Sie haben Vorhofflimmern, das bedeutet, dass eine Ihrer Herzhöhlen nicht mehr richtig pumpt. Flimmern bedeutet, dass die Kontraktion der Herzhöhle nicht mehr vorhanden ist, was bedeutet, dass das Blut in der Herzhöhle zum Stillstand kommt und nicht mehr im rechten Fluss ist.

Stillstand von Blut bedeutet, dass die Gerinnungsfähigkeit des Blutes steigt und dass damit die Gefahr besteht, dass in dieser Herzhöhle sich ein Blutpfropf, wir nennen es Thrombus, bildet.

Sollten Teile dieses Blutpfropfen oder Thrombus in der Blutbahn weitertransportiert werden, kann er, was sehr wahrscheinlich ist, im Kopf zum Verschluss einer Ader führen, was dann bedeutet, dass der Bezirk, der von dieser Ader versorgt wird, nicht mehr richtig versorgt ist und Sie einen Schlaganfall erleiden.

Um diesen zu verhindern, müssen wir die Blutgerinnungsfähigkeit Ihres Blutes herabsetzen und das tun wir mit Hilfe von Medikamenten. Aktuell ist Marcumar das Mittel der Wahl. Sollten Sie Marcumar nehmen müssen, bedeutet das, dass Sie Ihre individuelle Marcumar-Dosis regelmäßig bei Ihrem Hausarzt alle paar Wochen überprüfen lassen müssen.

Warum ist das wichtig? Sollte Ihre individuelle Marcumar-Dosis zu niedrig sein, besteht weiterhin die Gefahr eines Schlaganfalls, das heißt das Medikament bietet Ihnen nicht den gewünschten Schutz. Ist die Marcumar-Dosis zu hoch, besteht die Gefahr, dass Sie eine Blutung bekommen. In diesem Zusammenhang sind vor allem die Gehirnblutungen besonders gefährlich.

In naher Zukunft erwarten wir neue Medikamente auf dem Markt, die Ihnen den gleichen Schutz vor einem Schlaganfall wie Marcumar bieten, dabei aber die Ermittlung Ihrer individuellen Dosis, das Monitoring nicht mehr erforderlich sein wird.

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Langzeit-EKG – Was erwartet mich? (arztwissen.tv / Herz & Kreislauf)

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Langzeit-EKG – Was erwartet mich?

Dr. med. Petra Lange-Braun:

Mit Hilfe eines Langzeit-EKG zeichnen wir über 24 Stunden Ihren Herzrhythmus auf. Dazu bekommen Sie kleine Elektroden auf den Brustkorb geklebt. Wir verpflastern das gut, damit es auch 24 Stunden halten kann. Ein kleines Aufzeichnungsgerät, indem sich ein Chip befindet und eine kleine Batterie, werden an Ihrem Körper in dieser Zeit getragen.

Nach Abnahme des Geräts können wir über einen Computer die Auswertung in unserem Institut vornehmen und anschließend das Ergebnis mit Ihnen diskutieren.

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Ernährung: Was ist gut für mein Herz?

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Welche Ernährung ist gut für mein Herz und welche schadet?

Dr. med. Helga Gramann:

Eine ungünstige Ernährungsform, die heute in westlichen Industrienationen sehr verbreitet ist, besteht darin, dass wir zum einen viel zu viel essen. Wir haben ein unermessliches Warenangebot, uns werden sehr viele Nahrungsmittel in Supermarktketten angeboten, wir essen zu viel davon, wir essen zu fett, wir essen zu viel Weißmehlprodukte, wir essen zu viel zuckerhaltige Lebensmittel, wir essen zu viel Salz, wir trinken letztlich zu viel Alkohol, der ja sehr viel Kalorien liefert und dazu beiträgt, dass Menschen übergewichtig werden und auch dicker werden.

Von daher wäre eine andere Ernährungsform, die einen Austausch stattfinden lässt, zum Beispiel bei den Fetten hin zu guten Fetten wie Oliven-und Rapsöl, günstiger. Es wäre günstig etwas weniger zu salzen, auf zuckerhaltige Getränke weitestgehend zu verzichten, dafür aber komplexe Kohlehydrate wie Vollkornprodukte zu sich zu nehmen und auch beim Alkohol etwas maßvoller zu sein. Insgesamt ist es auch günstiger weniger zu essen als zu viel.

LOGI-Methode – Wie hilft sie bei Herzerkrankungen?

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Was versteht man unter der LOGI-Methode und wie kann sie mir bei Herzerkrankungen helfen?

Dr.med. Helga Gramann:

Unter der LOGI-Methode ist eine Ernährungsform zu verstehen, die darauf basiert, dass bestimmte Lebensmittelgruppen intensiv auf dem Speiseplan auftauchen sollen und andere weniger. Das Wort LOGI ist eine Abkürzung und steht für den englischen Begriff Low Glycemic and Insulinemic, was so viel bedeutet, dass wir Lebensmittel zu uns nehmen sollen, die eine möglichst niedrige Blutzuckerwirkung im Körper entfalten. Das bedeutet konkret, dass es nach dem Verzehr einer zuckerhaltigen Mahlzeit über den Verdauungstrakt zu einem Anstieg des Blutzuckerspiegels kommt, und um diesen wieder auf ein Normalmaß abzusenken, benötigen wir das Hormon Insulin, das aus der Bauchspeicheldrüse bereit gestellt wird. Letztlich führt jedoch diese Insulinausschüttung in unserem Körper dazu, dass vorhandenes Körperfett nicht eingeschmolzen wird und weiterhin mehr Fett in unseren Zellen eingelagert wird. Insulin ist ein klassisches Masthormon und genau diesen Effekt möchten wir in unserer Ernährung nicht haben, wir möchten ein Essen, welches uns nicht dick macht.

Das ist die Grundlage der LOGI-Pyramide, die uns zeigt, in welcher Gewichtung wir bestimmte Nahrungsmittel zu uns nehmen. Sie spiegelt die mediterrane Kost wider, die an der Basis der Ernährung Obst und Gemüse in hoher Menge und in regelmäßiger Einnahme über den Tag zeigt. Es folgen dann die eiweißhaltigen Lebensmittel wie Fisch, mageres Fleisch, pflanzliche Eiweiße, wie Hülsenfrüchte, Nüsse. Dann kommen erst die stärkehaltigen Lebensmittel, wie Vollkornbrot, Nudeln, Kartoffeln, Reis und die Süßigkeiten, das Gebäck, die Torten, der Kuchen. Die zuckerhaltigen, weißmehlhaltigen und fettigen Produkte tauchen erst an der Spitze der Pyramide auf. Diese sollten letztlich maßvoll und sinnvoll konsumiert werden, um schlank, gesund und leistungsbereit zu bleiben.

Die Umsetzung dieser LOGI-Methode ist sehr einfach. Wir essen also beginnend an der Basis nach oben immer weniger und versuchen, ohne dass wir Kalorien zählen müssen oder irgendwelchen komplizierten Gerichten folgend, letztlich immer zu einer guten Sättigung zu kommen. Wir essen so viel bis wir wirklich satt sind und haben das Wissen und die Versicherung, dass wir mit dieser Form der Nahrungszusammensetzung unseren Körper mit allem versorgen, was er wirklich braucht. Und das, von dem wir wissen, dass es nicht immer so günstig ist, dürfen wir uns auch gelegentlich was in kleinen Maßen gönnen.

Die LOGI-Methode ist als einfache Ernährungsmethode so optimal, weil sie uns letztlich beginnend mit der Pyramide sehr viele gute Sattmacher liefert und Nährstoffe, die uns gesund erhalten. Sie liefert uns sehr wenig Hungermacher und sie bringt uns alles in allem eine sehr gute Lebensenergie, mit der wir wirklich leistungsbereit und fröhlich durchs Leben kommen können.

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