Gibt es Zusammenhänge zwischen Herzerkrankung und Psyche?

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Gibt es Zusammenhänge zwischen Herzerkrankungen und der Psyche?

Dr.med. Petra Lange-Braun:

Ja, welchen Einfluss hat die Psyche auf Ihr Herz? Sie hat einen sehr großen Einfluss. Ein Beispiel: Das Wort ‚Angina Pectoris‘, das heutzutage jeder kennt, der Fachausdruck für Brustenge und das Wort ‚Angst‘ haben den gleichen Wortstamm. Sie gehen beiden auf das lateinische Wort ‚angus‘, welches Enge bedeutet, zurück. Jeder kennt das, dass es einem vor Angst fast den Brustkorb abschnürt. Ebenso geht es diesen Menschen, die Angina Pectoris haben.

Und umgekehrt kann eine fröhliche Grundstimmung Ihr Herz nicht nur optimal erleichtern, es kann Sie auch langfristig vor schweren Herzerkrankungen schützen.

Luftnot – Was raubt mir den Atem? (arztwissen.tv / Herz & Kreislauf)

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Luftnot – Was raubt mir den Atem?

Dr. med. Petra Lange-Braun:

Luftnot ist ein Symptom, hinter dem sich eine Vielzahl von Erkrankungen verbergen kann. In erster Linie sind es natürlich Lungenerkrankungen, die uns den Atem rauben. Natürlich kann auch eine Herzerkrankung dahinter stecken. Es kann aber auch einfach nur bedeuten, dass Sie zu viel Stress haben.

Um das herauszufinden, führen wir in unserem Herzinstitut diverse Untersuchungen durch. Zum Beispiel die Bodyplethysmografie und die Spirogergometrie, um Ihre Lungenfunktion in Ruhe und unter Belastung zu testen, aber auch die Herzultraschalluntersuchung und ein Belastungs-EKG, um Ihre Herzfunktion in Ruhe und unter Belastung zu testen.

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Herz-MRT Auswertung – Was kann man sehen?

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MRT-Auswertung

Dr. med. Nidal Al-Saadi:

(…) Wir kriegen eine ganze Reihe an Information. Und so gehen wir erst einmal durch den ganzen Körper von unten nach oben. Vom Bauchraum angefangen, gehen wir jetzt Schritt für Schritt hoch in diesen Bildern, durch den Brustkorb, hier sind die beiden Lungenflügel, das ist das Herz. Ich werde das gleich alles erklären. Das Herz hat vier Herzkammern, bestehend aus zwei Hauptkammern und zwei Vorkammern, die ein gewisses Zusammenspiel haben, so dass der richtige Blutfluss gewährleistet ist.
Sie sehen, dass die linke Herzkammer viel dickere Wände hat, da diese das Blut in den ganzen Körper pumpen soll, während die rechte Herzkammer das Blut nur in die Lunge pumpt, und deswegen weniger Kraft braucht und der Muskel dementsprechend dünner ausfällt. Wenn es umgekehrt wäre, gäbe dies Anlass zur Vermutung, dass etwas nicht stimme. Das Besondere an diesen Aufnahmen ist, dass man sich diese Aufnahmen auch bewegt ansehen kann, das heißt wir können nicht nur die Größe der Höfe, der Wände und der Gefäße sehen, sondern wir können auch die ganze Funktion erkennen, die Bewegungsabläufe, Zusammenspiel der Herzhöfe, Störungen. Wir können auch die Herzklappen sehen. Es sind die ganz dünnen zarten dunklen Striche, die wir immer auf und zu gehen sehen. Die sind so zart, dass man sie kaum sehen kann, wären sie gut zu erkennen, wäre auch das wieder ein Indiz für eine Veränderung, die wir näher untersuchen müssten. Wir können aber auch den Blutfluss sehen. Normalerweise fließt das Blut immer in eine Richtung – von der Vorhofkammer in die Hauptkammer. Und wenn die Kammern sich zusammenziehen und das Blut in den ganzen Körper pumpen, müssen diese Klappen wieder zugehen, sonst würde das Blut wieder zurück in die Vorhöfe fließen. Es kann manchmal dazu kommen, dass die Klappen nicht ganz dicht sind und das können wir hier anhand eines schwarzen Strahls sehen, der immer wieder zurück fließt. Das haben ganz viele Menschen und würde in diesem Fall die Herzfunktion keinesfalls beeinträchtigen. Es verursacht erst Probleme, wenn es sehr ausgeprägt ist und zu viel Pendelblut im Herzen bleibt, statt durch den Körper gepumpt zu werden. Auch wenn andere Störungen oder Erkrankungen zugrunde liegen, hätte es eine Bedeutung und die Grundstörung müsste behandelt werden.

Im Vergleich zum Ultraschall haben wir hier die Möglichkeit das Ganze auch dreidimensional zu betrachten. Anhand unseres Beispiels möchte ich das noch mal sichtbar machen. Wir haben Schicht für Schicht Aufnahmen des Herzens gemacht und wir erhalten nicht nur ein Standbild, sondern können auch das Ganze in Bewegung sehen und uns jeden Winkel näher angucken und auf Pumpkraft, Zusammenspiel, Bewegungsabläufe und Koordination überprüfen.
Diese Untersuchung ist nicht belastend für den Körper – im Gegensatz zur Computertomografie. Als nächstes können wir auch Gewebecharakteristika erkennen. In diesem Fall möchte ich die Menge der Flüssigkeit im Gewebe wissen. Je mehr Flüssigkeit im Gewebe vorhanden, desto heller wird dieses und damit kann ich erkennen, ob im Herzmuskel eine erhöhte Flüssigkeitsansammlung besteht. Dies kann mir zum Beispiel Aufschluss über Entzündungen geben, da jede Entzündung mit der Ansammlung von Flüssigkeit einhergeht.
Hier in diesem Bereich ist es sehr hell: Das ist der Magen, die Nieren und die Milz, in denen sich viel Flüssigkeit befindet. Der Herzmuskel im Vergleich ist dunkler und wenn es eine Entzündung gäbe, könnte man diese aufgrund des Kontrasts gut erkennen. Wenn eine ganze Region betroffen ist, was mit dem bloßen Auge nicht erkennbar ist, führen wir Messungen durch, die uns über den Entzündungsbereich Aufschluss geben.
Wir können anhand der Messungen auch erkennen, um welchen Grad der Entzündungen es sich handelt. Ist sie akut, kommt es zu Gewebsflüssigkeitsansammlungen, ist sie leicht oder gerade am Abklingen, haben wir keine Wasseransammlungen und ist daher mit dem Auge nicht mehr sichtbar. Wir wissen jedoch, dass in den letzten beiden Fällen die Gewebsdurchlässigkeit erhöht ist, da der Körper seine Abwehrstoffe an den Entzündungsherd bringen möchte.
Durch das Kontrastmittel kann man sehen, dass durch dieses Gewebe die Flüssigkeit viel schneller fließen kann, als bei gesundem Gewebe. Es wird also gemessen, wie schnell das Kontrastmittel durch die Gefäße fließt und erhält somit aussagekräftige Informationen, ob es sich um eine hochaktive Entzündung mit Wasseransammlungen/Ödem handelt oder ob es sich um eine schleichende oder abklingende Entzündung ohne Wasseransammlungen handelt, bei der die Gefäßdurchlässigkeit noch erhöht ist (…)

Mein Herz stolpert – Was steckt dahinter? (arztwissen.tv / Herz & Kreislauf)

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Mein Herz stolpert- Was steckt dahinter?

Dr. med. Petra Lange-Braun:

Wenn Ihr Herz stolpert, handelt es sich in der Regel um Herzrhythmusstörungen. Gott sei Dank, sind diese in den meisten Fällen harmlos, dennoch sollten Sie einen Kardiologen aufsuchen, um in einem EKG /Langzeit-EKG, das Ihnen 24 Stunden angelegt wird, festzustellen, um welche Form der Herzrhythmusstörung es sich handelt. Weitere Untersuchungen sollten klären, ob eine Herzerkrankung Grund für diese Herzrhythmusstörung ist.

Im Falle des Ausschlusses einer Herzerkrankung empfehlen wir Stressreduktion und Nahrungsergänzungsmittel. Dabei empfehlen wir in erster Linie die Einnahme der Elektrolyte Kalium und Magnesium, weil diese eine besonders beruhigende Wirkung auf den Herzrhythmus haben.

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Herzschmerzen – Bin ich krank oder habe ich nur Stress?

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Herzschmerzen – Bin ich krank oder habe ich nur Stress?

Dr. med. Petra Lange-Braun:

Das werde ich oft gefragt. Da stellt sich natürlich die Frage „Müssen Sie zum Arzt? Müssen Sie zum Psychologen? Oder sollten Sie einfach nur mal Urlaub machen?“ Als Kardiologe muss ich natürlich sagen, wenn Herzschmerzen häufiger auftreten, dann empfehle ich den Besuch in einem unserer Institute. Dann stellen wir in der Regel fest, ob hier eine weiterführende Diagnostik und gegebenenfalls eine Therapie bei Vorliegen einer Herzkrankheit erforderlich sind, oder ob wir Ihnen dann alternativ Stressbewältigungsmaßnahmen an die Hand geben und Ihnen dann vielleicht den Urlaub empfehlen.

Undichte Herzklappe – Was bedeutet das? (arztwissen.tv / Herz & Kreislauf)

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Meine Herzklappe ist undicht- Was bedeutet das?

Dr. med. Petra Lange-Braun:

Ist Ihre Herzklappe undicht, muss Ihr Herz auf Dauer viel mehr arbeiten und damit leisten, als es üblich ist. Auf Dauer führt das dann zu einer Herzschwäche und deswegen ist es sinnvoll, eine nicht mehr funktionierende Herzklappe zu ersetzen. Das bedeutet, dass Sie in einer entsprechenden Klinik aufgenommen werden und diese Operation entweder am offenen Herzen oder aber, wie in letzter Zeit auch häufiger möglich, in einem sogenannten minimal invasiven Eingriff durchgeführt wird.

Bei dieser Operation wird Ihnen in der Regel Ihre defekte Herzklappe entfernt und eine neue eingesetzt. Dabei handelt es sich entweder um eine Klappe aus biologischem Material, in der Regel von einem tierischen Organspender, oder aber um eine sogenannte Kunstklappe, die aus unterschiedlichen Materialien bestehen kann.

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Herzultraschall – was erwartet mich?

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Herzultraschall- Was erwartet mich?

Dr. med. Petra Lange-Braun:

Bei Ihnen soll eine Herzultraschalluntersuchung oder wie wir sagen würden, eine Echokardiografie durchgeführt werden. Dies ist zurzeit die wesentliche Basisuntersuchung, um herauszufinden, ob mit Ihrem Herzen irgendetwas nicht in Ordnung ist. Ich fahre dabei mit einem Schallkopf über Ihr Herz. Ich kann damit nicht nur in Bild und Ton Ihr Herz in Bewegung darstellen, ich kann damit auch überprüfen, ob Ihre Herzklappen richtig funktionieren.

Machen Herzensangelegenheiten krank?

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Machen Herzensangelegenheiten wirklich krank?

Dr. med. Petra Lange-Braun:

Selbstverständlich können Herzensangelegenheiten krank machen. Nicht nur in der Literatur lesen wir häufiger vom gebrochenen Herzen. Langfristiger Kummer, wie zum Beispiel beim Verlust eines geliebten Menschen oder längerfristigem Liebeskummer oder wenn Sie Mobbing am Arbeitsplatz ausgesetzt sind, kann langfristig nicht nur zu einem unangenehmen Druckgefühl im Brustkorb, der Last auf den Schultern führen. Es kann auch langfristig dazu führen, dass Ihr Herz auch als Organ erkrankt.

Wie kann das sein? Das geschieht einerseits dadurch, dass Sie das Leben nur noch unter größerem Druck meistern und damit langfristig bei sich selbst einen Bluthochdruck entwickeln, der bekanntermaßen auch zu vielfachen Schäden, unter anderem auch zu Herzerkrankungen, führen kann. Oder aber, dass Sie aufgrund des Kummers eine ungesunde Lebensweise haben, sich falsch ernähren, zu wenig schlafen und damit natürlich langfristig auch Stoffwechselerkrankungen, wie zum Beispiel eine Zuckerkrankheit entstehen kann, die dann wiederum entsprechende Herzerkrankungen auslöst.

Es gibt sogar viele dokumentierte Fälle, in denen bei Menschen unter extremen Stresssituationen Symptome auftreten wie bei einem akuten Herzinfarkt, ohne dass nachweislich eines Ihrer Herzkranzgefäße verschlossen wäre. Dies geschieht durch die Überschwemmung Ihres Körpers mit sogenannten Stresshormonen.

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Herz MRT- Warum und wie? (arztwissen.tv / Herz & Kreislauf)

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MRT des Herzens – Warum und wie?

Dr. med. Nidal Al-Saadi:

Die MRT ist die Abkürzung für Magnetresonanztomografie. Häufig wird auch der Begriff Kernspintomografie dafür verwandt. Es handelt sich hier um dasselbe Verfahren mit derselben Technik, durch die wir Schnittbilder Ihres Körpers erhalten. Wir erhalten zweidimensionale Bilder aus irgendeiner ausgesuchten Ebene in Ihrem Körper. In diesem Fall geht es um das Herz, das heißt wir konzentrieren uns auf den Brustkorb und machen dort unsere Aufnahmen.

Das Besondere an der MRT-Untersuchung ist die Tatsache, dass diese Untersuchungsform nicht auf Röntgenstrahlen basiert. Röntgenstrahlen können, abhängig von der Dosis und der Häufigkeit, potentiell Schäden an den Zellen und Organen führen. Die MRT erfolgt aufgrund physikalischer Effekte, die auf Magnetfeldern und Radiofrequenzen basieren. Das Besondere an den MRT-Bildern ist, dass man nicht nur sieht, wie bestimmte Strukturen im Körper aussehen, sondern auch was dahinter steckt. Wir können das Gewebe analysieren und wir können die Feinstruktur des Gewebes erkennen, das heißt ich kann sehen, ob sich in dem speziellen Organ oder um das Organ herum Entzündungen, Wasseransammlungen, Bindegewebe, Narben oder zerstörte Zellen befinden. Diese Informationen erhalte ich mit anderen Bilder nicht, da ich bei anderen Bildern nur eine Abbildung der Struktur bekomme und keine Detailinformationen.

Der Ablauf der MRT verläuft wie folgt: Als erstes legen wir eine Kanüle. Eine Kanüle ist ein kleiner Plastikschlauch, der in eine Vene gelegt wird. Über diese Kanüle werden wir dann das Kontrastmittel geben. Auf das Kontrastmittel selbst werde ich später noch detaillierter eingehen.

Die Kanüle bleibt während der Untersuchung in der Vene und an festgelegten Zeitpunkten werden wir das Kontrastmittel darüber in Ihren Körper injizieren.

Das Kontrastmittel brauchen wir um gewisse Kontraste in den Aufnahmen zu erhalten, denn bestimmte Strukturen und bestimmtes Gewebe würden sich sonst auf den Bilder so sehr ähneln, dass eine Auswertung ungenau verliefe. Durch das Kontrastmittel, welches mit dem Blut durch das Gewebe und auch teilweise durch die Gefäße fließt, ist es möglich die Gewebsstrukturen zu unterscheiden, da sich das Kontrastmittel in den unterschiedlichen Geweben unterschiedlich verhält und wir eine stärkere oder schwächere Kontrastierung auf dem Bild erhalten.

Des Weiteren brauchen wir noch EKG-Ableitungen Ihres Herzens, das heißt wir werden mithilfe von Kabeln, die wir auf Ihrer Brust befestigen und einer Antenne, dem sogenannten Empfänger oder Spule, die wir auf ihre Brust legen, ein EKG-Signal empfangen.

Mit dieser Spule, der Antenne für die EKG-Ableitungen, werden Sie dann so weit auf dem Tisch in die Röhre gefahren, bis wir das zu untersuchende Organ im Zentrum des Magnetfeldes haben. Die Beine werden an der einen Seite und der Kopf an der anderen Seite des Zylinders rausragen. Zum Schutz Ihres Gehörs erhalten Sie einen Kopfhörer, der schalldämmend ist und über welchen wir auch die Möglichkeit haben mit Ihnen zu kommunizieren und Ihnen die Kommandos für die Untersuchung geben können. Es ist sehr wichtig, dass Sie diese Kopfhörer aufsetzen, da die Geräusche des Magnetresonanztomografen sehr laut sein können. Diese sind zwar nicht in Permanenz wahrnehmbar, sondern nur wenn die Aufnahmen gemacht werden.

Da Sie nun mit dieser Spule am Tisch fixiert sind und sich nicht frei bewegen können, bekommen Sie auch eine Klingel, mit der Sie sich jederzeit bemerkbar machen können, wenn Sie etwas brauchen. Bei den Aufnahmen ist der Geräuschpegel sehr hoch und wir würden Sie eventuell nicht hören oder verstehen. Die Klingel ist für uns ein Signal, die Aufnahmen zu stoppen und uns Ihrem Bedürfnis zuzuwenden.
Über die Kopfhörer können Sie Musik hören. Sie können auch Ihre eigene mitbringen, damit die Untersuchung so angenehm wie möglich für Sie abläuft.

Die Untersuchungszeit ist variabel und kann bis zu einer Stunde dauern. Es kommt darauf an, welche Informationen wir brauchen und wie gut Sie die Luft anhalten können. Wir haben es hier mit einem bewegten Organ zu tun und da die Aufnahmetechnik nicht besonders schnell ist, können wir nur auswertbare scharfe Aufnahmen machen, wenn Sie nicht atmen. Und umso länger Sie die Luft anhalten können, desto mehr Bilder können wir pro Anhaltemanöver von Ihrem Herzen machen (…)

Herzerkrankung: Ernährung umstellen?

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Muss ich mit einer Herzerkrankung meine Ernährung umstellen?

Dr.med. Helga Gramann:

Es gibt heute eine gesicherte Erkenntnis darüber, dass unser westlicher Ernährungsstil, also die Art und Weise wie in westlichen Industrienationen gegessen wird, bestimmte Herzkreislauferkrankungen, wie den Bluthochdruck oder die Koronare Herzerkrankung, fördert. Hier gilt es für sich selbst genau zu schauen, bewege ich mich auch in dieser falschen Ernährungsweise und kann ich durch eine Umstellung meiner Nahrungsgewohnheiten doch zu einer besseren Gesundheit beitragen?

Unter einer westlichen Ernährung verstehen wir die Zufuhr von gehäuften Zuckerstoffen. Das können stärkehaltige Lebensmittel wie Brot, Nudeln, Kartoffeln sein. Das sind aber auch alle zuckerhaltigen Getränke, alle Süßigkeiten, die wir so gern und so viel zu uns nehmen. Das sind zum Teil die falschen Fette, die unserem Körper schaden, ein Zuviel an Salz, ein Zuwenig an Ballaststoffen in Form von Obst und Gemüse. Und durch dieses Missverhältnis kommt es in unserem Körper zu Erkrankungen, auch insbesondere am Herzen, den Herzkranzgefäßen und anderen Gefäßen im Körper.

Besser ist auf jeden Fall eine traditionelle Ernährungsform wie die mediterrane Kost. Durch diese Ernährungsweise könne auch Krankheiten besser begleitet und zur Heilung geführt werden, und sie dient immer der Vorbeugung von Herz-und Gefäßerkrankungen.

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