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Bioimpedanz = Körperwasser- und Körperfettmessung
Mit Hilfe der Bioimpedanzmessung kann man den Anteil an Wasser, Fettgewebe und Muskelmasse im Körper feststellen.
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Ich soll einen Herzkatheter bekommen — Wie funktioniert das?
Dr. med. Dierk Moyzes:
Ein Herzkatheter bedeutet, dass man die Herzkranzgefäße sichtbar macht, die man im normalen Röntgenbild nicht sehe würde. Es wird mit Hilfe eines Katheters Kontrastmittel in die Herzkranzgefäße injiziert, dieser wird meistens in der Leiste oder in der Pulsarterie in den Körper eingebracht. Durch minimale Drehbewegungen werden die Herzkranzgefäße aufgesucht und Kontrastmittel injiziert, dadurch werden die Herzkranzgefäße in der Projektion sichtbar.
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Vorhofflimmern – Warum muss ich Marcumar nehmen, obwohl es das Vorhofflimmern nicht beseitigt?
Dr. med. Petra Lange-Braun:
Sie haben Vorhofflimmern, das bedeutet, dass eine Ihrer Herzhöhlen nicht mehr richtig pumpt. Flimmern bedeutet, dass die Kontraktion der Herzhöhle nicht mehr vorhanden ist, was bedeutet, dass das Blut in der Herzhöhle zum Stillstand kommt und nicht mehr im rechten Fluss ist.
Stillstand von Blut bedeutet, dass die Gerinnungsfähigkeit des Blutes steigt und dass damit die Gefahr besteht, dass in dieser Herzhöhle sich ein Blutpfropf, wir nennen es Thrombus, bildet.
Sollten Teile dieses Blutpfropfen oder Thrombus in der Blutbahn weitertransportiert werden, kann er, was sehr wahrscheinlich ist, im Kopf zum Verschluss einer Ader führen, was dann bedeutet, dass der Bezirk, der von dieser Ader versorgt wird, nicht mehr richtig versorgt ist und Sie einen Schlaganfall erleiden.
Um diesen zu verhindern, müssen wir die Blutgerinnungsfähigkeit Ihres Blutes herabsetzen und das tun wir mit Hilfe von Medikamenten. Aktuell ist Marcumar das Mittel der Wahl. Sollten Sie Marcumar nehmen müssen, bedeutet das, dass Sie Ihre individuelle Marcumar-Dosis regelmäßig bei Ihrem Hausarzt alle paar Wochen überprüfen lassen müssen.
Warum ist das wichtig? Sollte Ihre individuelle Marcumar-Dosis zu niedrig sein, besteht weiterhin die Gefahr eines Schlaganfalls, das heißt das Medikament bietet Ihnen nicht den gewünschten Schutz. Ist die Marcumar-Dosis zu hoch, besteht die Gefahr, dass Sie eine Blutung bekommen. In diesem Zusammenhang sind vor allem die Gehirnblutungen besonders gefährlich.
In naher Zukunft erwarten wir neue Medikamente auf dem Markt, die Ihnen den gleichen Schutz vor einem Schlaganfall wie Marcumar bieten, dabei aber die Ermittlung Ihrer individuellen Dosis, das Monitoring nicht mehr erforderlich sein wird.
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Warum muss ich nach dem Herzinfarkt mit dem Rauchen aufhören?
Dr. med. Helga Gramann:
Es gibt sehr viele Gründe mit dem Rauchen aufzuhören, insbesondere wenn so ein einschneidendes Erlebnis wie ein Herzinfarkt aufgetreten ist. Es ist heute hinlänglich bekannt, dass Rauchen der Gesundheit schadet. Und einer der besten Gründe ist, selber dafür einzutreten, durch eine Tabakfreiheit Ihre Gesundheit zu befördern und letztlich zu einer großen Freiheit zu gelangen und nicht mehr von der Zigarette abhängig zu sein. Man spart eine Menge Geld ein, man bekommt eine bessere Lebensqualität. Und das wäre ein Grund nach dem Herzinfarkt mit dem Rauchen aufzuhören. Es ist nachgewiesen, dass das Tabakrauchen durch die Rauchinhaltsstoffe eine Arteriosklerose, das heißt eine Verkalkung an den Gefäßen begünstigt und es dadurch zu einer Durchblutungsstörung an den Herzkranzgefäßen kommen kann. Es schadet auch Ihrem übrigen Organismus: Es kann zu Erkrankungen der Atemwegsorgane kommen, Sie können an anderer Stelle Durchblutungsstörungen bekommen und Sie können eine Krebserkrankung entwickeln und diese nicht nur am Lungen- und Bronchialsystem, sondern auch an anderen Organen. Deshalb ist es eine sehr sinnvolle, selbstverantwortliche Maßnahme mit dem Rauchen aufzuhören.
Es gibt heute eine sehr gut erprobte Möglichkeit der Tabakentwöhnung, die in einer strukturierten Form ablaufen kann. Wir führen das in unserer Praxis zum Beispiel in Form eines 12-Wochenprogramms durch, bei dem vor allem Ihre Motivationsförderung in die Tabakfreiheit zu gehen im Vordergrund steht. Sie werden in Ihrer Motivation durch ärztliche Beratung und Begleitung unterstützt. Sie bekommen Strategien an die Hand, wie Sie das Rauchen verlernen, denn Rauchen ist natürlich ein erlerntes Verhalten plus der Nikotinsucht, die entstanden ist. Zur Unterstützung können wir dann auch noch Medikation einsetzen, um die Nikotinsucht zu unterdrücken, so dass Sie nach einem definierten Rauch-Stopp-Tag besser in diese Tabakfreiheit gehen können. Und das auch langfristig halten können und keinen Rückfall mehr durchmachen müssen.
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Warum sind Übergewichtige eigentlich besonders anfällig für Herzerkrankungen?
Dr.med. Helga Gramann:
Diese Zunahme des Körpergewichtes – vor allem, wenn es um den Bauchbereich konzentriert ist – führt heute zu einer Häufung von bestimmten Erkrankungen. Herzkreislauferkrankungen, wie Bluthochdruck, Erkrankungen der Herzkranzgefäße mit der Folge Herzinfarkt aber auch die Zuckerkrankheit, der Diabetes Mellitus, der auf dem Vormarsch ist, begründet sich häufig in der Dickleibigkeit oder auch schon dem beginnenden Übergewicht von Menschen. Wir haben auch eine Zunahme von Krebserkrankungen, die assoziiert ist mit dieser Zunahme des allgemeinen Körpergewichtes.
Übergewicht und Fettleibigkeit begünstigen das Auftreten von Durchblutungsstörungen. Das passiert dadurch, dass durch das Bauchfett bestimmte hormonelle Entwicklungen in Gang gebracht werden, die verhindern, dass das sogenannte schützende HDL-Cholesterin in ausreichender Menge gebildet wird. Und über diesen Mechanismus kann es dann zum Entstehen von Gefäßverkalkungen und Verstopfung der Gefäße, Blutgerinnsel-Bildung, am Ende einer Entwicklung letztlich auch zum Herzinfarkt und Schlaganfall oder auch zu Durchblutungsstörungen an den Beinen kommen.
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Was bedeutet eigentlich Stress?
Dr. med. Petra Lange-Braun:
Stress bedeutet nicht per se gleich etwas Negatives, sondern bedeutet einfach eine Reaktion unseres Körpers auf eine besondere Situation, die unter Umständen eine Gefahr bedeuten kann. Geraten wir in eine solche Situation, werden in unserem Körper unmittelbar Stresshormone wie Adrenalin freigesetzt, das unseren Körper sofort in Bereitschaft versetzt entweder zu kämpfen oder zu fliehen.
Kampf oder Flucht war in der frühen Menschheitsgeschichte in der Regel die einzige Möglichkeit, um zu überleben. Da wir aber heutzutage in Stresssituationen nicht mehr kämpfen oder fliehen, bleibt das Adrenalin, das unseren Körper überschwemmt hat überall in den Adern liegen und kann damit Schäden anrichten.
Es ist also wichtig, überschüssiges Adrenalin im Körper wieder abzubauen. Dazu ist die beste Methode, regelmäßig Sport zu betreiben.
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Wie ändert sich mein Leben mit einem Stent?
Dr. med. Dierk Moyzes:
Wir unterscheiden zwei Sorten von Stents, die unbeschichteten und die beschichteten. Bei unbeschichteten Stents muss beachtet werden, dass man unbedingt für vier Wochen nach dem Einsetzen eine doppelte Blutverdünnung mit ASS100 und Clopidogrel oder Prasugrel, das sind bestimmte Blutverdünnungsmedikamente, die auf den Blutplättchen wirken, einnehmen muss. Darunter ist die Blutungsneigung deutlich erhöht, das heißt man sollte größere körperliche Belastungen, Gewichte tragen und größere sportliche Aktivitäten nicht eingehen.
Und bei den beschichteten Stents muss beachtet werden, dass die doppelte Blutverdünnung mit ASS und Clopidogrel oder auch Prasugrel, das sind beides Medikamente, die auf die Blutplättchen wirken, auf 12 Monate verlängert wird. Die Blutungsneigung ist somit für 12 Monate deutlich erhöht, was bedeutet, dass Sie Extremsportarten meiden sollten, die mit einem erhöhten Verletzungsrisiko verbunden sind. Selbstverständlich ist auch schon in dieser Phase, nach Einsetzen des Stents, Sporttreiben gut. Man würde so vorgehen, dass man nach circa 6 Wochen einen Belastungstest/ Ergometrie durchführt und im Anschluss mit Ihnen einen Sport oder Ausdauersport bespricht, den Sie zum Kardiotraining benutzen können.
Ich werde oft gefragt, ob man mit Stents reisen könne? Das ist selbstverständlich möglich, denn der Stent ist fest im Herzkranzgefäß implantiert und es besteht keine Gefahr, dass Sie am Flughafen an der Magnetschwelle der Körperkontrolle aufgehalten werden. Der Stent löst auch keinen Alarm aus, Sie brauchen auch keinen besonderen Ausweis zeigen, im Gegensatz zu einem Herzschrittmacher- oder Defibrillator-Patienten. Sie sind weiterhin in der Lage eine MRT-Diagnostik zu bekommen, das heißt in einem großen Magnetfeld wird der Stent seine Form behalten, an dem Ort bleiben, wo er eingesetzt wurde und wird keine weiteren Gefahren auslösen.
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Was erwartet mich bei einer Stent-Implantation?
Dr.med. Dierk Moyzes:
Was ist eine Stent-Implantation? Das Einsetzen eines Stents geschieht normalerweise wie folgt: Über einen Zugang in der Haut, zum Beispiel der Pulsarterie oder der Leistenarterie, wird ein ganz kleiner Plastikschlauch eingelegt. Durch diesen wird ein weiterer Schlauch, der sogenannte Katheter, eingeführt und in die Herzkranzarterie gebracht, das heißt man schiebt diesen Katheter langsam vor und durch kleine Drehbewegungen in die Herzkranzgefäße hinein. Durch den Katheter, den Schlauch, der in dem Herzkranzgefäß liegt, wird vollkommen schmerzfrei ein kleiner langer Draht, mit minimalem Durchmesser vorgebracht. Dieser Draht dient als Schiene des Herz-Kranz-Gefäßes über den man einen Miniballon vorbringen kann, auf dem der Stent, ein kleines Drahtgefäß, montiert ist.
Wenn man unter Röntgenkontrolle diesen Ballon mit dem darauf liegenden Stent an die entsprechende Engstelle vorgebracht hat, kann man ihn dort mithilfe eines bestimmten Geräts aufblasen, so dass der Stent sich entfaltet und in die Herzgefäßwand hinein gedrückt wird. Durch das Hineindrücken des Stents in das Herzkranzgefäß wird an dieser Stelle der normale Durchmesser wieder hergestellt, das heißt die Durchblutung an dieser Stelle ist wieder vollkommen normal, das Blut kann ungehindert zum Herzmuskel strömen, genügend Sauerstoff kann den Muskel wieder versorgen und die Brustschmerzen, weshalb sie ursprünglich den Kardiologen aufgesucht haben, bilden sich vollständig zurück. Der Stent wächst innerhalb von Wochen bis Monaten vollständig in die Gefäßwand ein und wird innenwändig durch die Gefäßhaut überkleidet.
Ich habe auch ein Modell von einem Stent dabei und es zeigt sehr schön, wie der Stent beschaffen ist. Man kann hier sehen, dass es sich um ein Drahtgeflecht handelt, was Helix-artig geformt ist und welches sich vollständig entfaltet, wenn der Ballon innerhalb des Stents durch Druck aufgeblasen wird. Der Stent hebt sich dann vollständig von dem Trägerdraht ab und füllt dann die Innenseite des Herzkranzgefäßes vollständig aus und hält das Gefäß offen.
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Hier sehen Sie, wie eine Ultraschalluntersuchung der Halsschlagader vor sich geht.
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Wenn ich einen Herzschrittmacher habe. Wie oft muss dieser kontrolliert werden und wie lange hält die Batterie?
Dr. med. Dierk Moyzes:
Die Schrittmacherbatterie hat normalerweise eine Lebensdauer von 7-10 Jahren. Wenn die Batterie leer ist, wird ein Schrittmacherwechsel notwendig, dieser läuft ähnlich ab wie eine Schrittmacherimplantation d.h. entlang der alten Narbe wird die Haut, nachdem sie betäubt wurde, wieder geöffnet, der alte Schrittmacher wird herausgenommen. Die Sonden werden abgeschraubt und getestet, ob sie noch richtig funktionieren und dann wird der neue Schrittmacher angeschraubt und an die selbe Stelle, in der der alte Schrittmacher gelegen hat, implantiert.
Sie müssen auch keine Angst haben, dass der Schrittmacher unerwartet und plötzlich seine Funktion aufgibt, denn durch die regelmäßigen Schrittmacherkontrollen, die wir durchführen, beobachten wir permanent die Batterieleistung. Durch bestimmte Messungen erkennen wir ein frühzeitiges Nachlassen der Batterieleistung und können einen Wechsel Monate im Voraus planen.